T-Shirt Business: Geld verdienen mit eigenen Modedesigns

Spreadshirt, Amazon MBA und Redbubble - wer Geld im Internet verdienen möchte, stößt früher oder später auf das T-Shirt Business. In diesem Artikel geht es darum, ob sich dieses Geschäft noch lohnt und wie das Business abläuft.
T-Shirt Business aufbauen
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Lesezeit 25 Minuten

Wer sich nebenbei ein passives Einkommen aufbauen möchte, wird bei der Recherche nach geeigneten Möglichkeiten wahrscheinlich schonmal auf das sogenannte T-Shirt Business gestoßen sein. In Artikeln oder Videos wird oft erwähnt, dass es sich dabei um eine sichere Methode handelt, sich nebenbei selbständig zu machen oder sogar ganz in die Selbstständigkeit zu wechseln. Aber ist das wirklich so? Lässt sich mit dem T-Shirt Business wirklich ein Unternehmen aufbauen, welches monatlich genug Geld zum Leben abwirft – und falls ja, wie startet man als Anfänger im Jahr 2021 mit diesem Geschäftsmodell? 

Vorab: Ja es ist möglich etwas Geld (nebenbei) auf diesem Wege zu verdienen, allerdings gibt es einige Nachteile und es eignet sich kaum für den Aufbau eines Unternehmens. Wie genau das Business funktioniert, wird in diesem Artikel Schritt-für-Schritt erklärt. Anders als bei den meisten anderen Quellen zu diesem Thema wird dabei ganz auf die praktische Vorgehensweise und die langfristigen Möglichkeiten im T-Shirt Business eingegangen. Wer diesen Artikel gelesen hat, kann noch heute mit der Umsetzung beginnen und damit den ersten Schritt in Richtung passives Einkommen abhaken. Bevor es jedoch losgeht, erstmal ein paar allgemeine Informationen zum T-Shirt Business. 

Was ist das T-Shirt Business? 

Das T-Shirt Business bezeichnet den Handel mit selbst gestaltetem Merch und ist eine Abweichung des sogenannten Dropshipping. In diesem Fall kaufen Unternehmen die Waren nicht im Vorfeld ein, sondern bestellt diese erst beim Großhändler, wenn über den eigenen Shop eine Bestellung generiert wurde. Anschließend schickt der Großhändler die Bestellung direkt zum Endkunden. Als Dropshipper agiert man also als Vermittler zwischen Großhändler und Kunde. Das ist keineswegs ein unfairer Deal, denn die Waren eines Großhändlers sind Privatkunden nicht zugänglich und für den Kunden macht es aus preislicher und logistischer Sicht keinen Unterschied, ob die Ware beim Zwischenhändler oder Großhändler gelagert ist. 

Das T-Shirt Business funktioniert im Prinzip auch wie Dropshipping, wird aber eher als Print on Demand bezeichnet. Als Händler im T-Shirt Business ist man dafür zuständig, hochwertige Designs für Shirts, Hoodies, Kissen, Handyhüllen u.v.m. zu entwickeln oder entwickeln zu lassen und bietet diese auf darauf spezialisierten Marktplätzen an. Je nach Marktplatz können Kunden sich mit diesem Design ein eigenes Kleidungsstück gestalten oder vorgefertigten Merch im Shop des Händlers einkaufen. Sobald eine Bestellung eingeht, bedruckt der Print on Demand Anbieter den Artikel mit dem gewünschten Design und liefert die Bestellung zum Kunden. Der Seller erhält eine Provision für jeden verkauften Artikel (je nach Anbieter und Produkt ca. 2-10 €). 

Über Print on Demand Anbieter ist es möglich, einen eigenen Online-Shop mit Merch zu betreiben, ohne dafür in Vorkasse gehen zu müssen oder sich den Shop selbst aufzubauen. Zusätzlich kann man seine Designs auf diversen Plattformen anbieten, u.a. auch auf dem größten B2C Marktplatz Amazon. So können verschiedenen Einnahmequellen aufgebaut werden, die einem langfristig passives Einkommen generieren. Jedes Designs kann theoretisch unendlich mal verkauft werden und steigt mit jedem Verkauf im Ranking der entsprechenden Plattform. Das Tagesgeschäft besteht darin, neue Designs zu entwickeln, auf allen Plattformen hochzuladen und bestehende Produkte zu vermarkten. Im Gegensatz zu vielen anderen Geschäftsmodellen hängt der finanzielle Erfolg im T-Shirt Business sehr von der Menge an hochgeladenen Designs an. 

Voraussetzungen im T-Shirt Business 

Bevor man mit dem Verkauf seiner Designs loslegen kann, müssen ein paar rechtliche Voraussetzungen erfüllt werden. Das betrifft die Anmeldung eines Gewerbes, die steuerliche Erfassung und das Geschäftskonto. Klingt erstmal etwas kompliziert, ist aber sehr einfach und kann innerhalb eines Tages erledigt werden. 

Die Gewerbeanmeldung ist immer der erste Schritt, wenn man sich mit einer Geschäftsidee selbstständig machen möchte bzw. einer geschäftlichen Tätigkeit mit Gewinnabsicht nachgeht. Um ein Gewerbe anzumelden, meldet man sich bei seinem zuständigen Gewerbeamt und bittet um das notwendige Formular (GewA1). Das Formular erhält man dann entweder per E-Mail oder kann es direkt auf der Seite herunterladen. Je nach Gewerbeamt reicht es, das ausgefüllte Formular mit einer Ausweiskopie per E-Mai zurückzuschicken. Die meisten Angaben sind relativ selbsterklärend. Wichtig ist aber, eine korrekte Beschreibung seiner Tätigkeit einzutragen: 

“Online-Handel, E-Commerce, Online-Dienstleistung im Bereich Textilien. Gestaltung von Textildesigns, Produktion und Verkauf über Amazon (MBA), Spreadshirt und weiteren Print on Demand Anbietern.”

Sobald das Gewerbe angemeldet wurde, kann man beim Finanzamt den Bogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllen. Diesen bekommt man nach einigen Wochen auch automatisch zugeschickt, allerdings ist dieses Formular nicht ganz einfach zu verstehen, weshalb die Bearbeitung zusammen mit einem Mitarbeiter vom Finanzamt zu empfehlen ist. Vorab ist wichtig zu klären, ob man als Einzelunternehmen die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen will. Diese sorgt dafür, dass man von der Umsatzsteuer entbunden ist, also keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen muss und für Geschäftsausgaben keine Umsatzsteuer zurückbekommt. Wer noch gar nicht weiß, was die Umsatzsteuer eigentlich ist, findet in folgendem Artikel einen Absatz dazu: Amazon FBA Steuern im Überblick & Tipps zu Steuerberatern

Von der Umsatzsteuer befreit zu sein, hat den Vorteil, sich mit weniger bürokratischen Aufgaben auseinandersetzen zu müssen, da man keine Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben muss. Im E-Commerce hat sich bezüglich dieser Regelung jedoch eine Problematik aufgetan. Viele der Dienstleister, die man zwangsläufig im E-Commerce braucht, sitzen nicht in Deutschland, sondern in anderen Ländern innerhalb der EU. Das betrifft z.B. Amazon und Facebook, zwei der wichtigsten Werbedienstleister im T-Shirt Business. Bezieht man von solchen Unternehmen Dienstleistungen (Werbung), greift das sogenannte Reverse Charge Verfahren. Dieses verursacht, dass man am Ende des Jahres nochmal    19 % Umsatzsteuer auf alle Werbekosten zahlen muss (als Kleinunternehmer).

Wichtig: Ein Einzelunternehmen ohne Kleinunternehmerregelung ist auch kein Hexenwerk. Es erfordert lediglich ein bisschen mehr Einarbeitung in das Thema Steuern und Buchhaltung. Zwei Themen, die man auch mit Kleinunternehmen langfristig nicht umgehen kann, denn sobald der Jahresumsatz eine bestimmte Grenze übersteigt, muss ohnehin zum regel besteuerten Einzelunternehmen gewechselt werden. Es ist also besser, sich gleich am Anfang einzuarbeiten, wenn die Beträge noch relativ überschaubar sind. 

Das Geschäftskonto ist kein Muss, aber definitiv vorteilhaft. Es hilft nicht nur der eigenen Übersicht, sondern auch dem Steuerberater, der am Ende des Jahres die Steuererklärung macht. Als Unternehmer ist es immer wichtig, all seine Zahlen im Blick zu behalten und genau zu wissen, wie viel Geld aktuell zur Verfügung steht. Mischt man privates und geschäftliches Kapital, ist das so gut wie nicht möglich. Das Geschäftskonto kann entweder über die Hausbank (etwas teurer) oder Online-Banken wie z.B. N26 eröffnet werden. Diese sind meistens günstiger und haben mehr Möglichkeiten im Online-Banking. 

Bei N26 kann man seine Einnahmen in sogenannte Spaces unterteilen. Ein sehr nützliches Tool, um beispielsweise Geld für die Umsatzsteuer beiseite zu legen. 

Weitere Voraussetzungen im T-Shirt Business sind Ausdauer, Geduld und langfristiges Denken. Diese Eigenschaften sind zwar bei jedem Geschäftsmodell wichtig, aber besonders beim Verkauf von  Designs essenziell. Um einen relevanten Betrag zu verdienen, braucht man wirklich viele Designs auf vielen Plattformen, zumindest im Normalfall. Die meisten Plattformen haben jedoch Upload-Limits, die sich erst ab einer gewissen Anzahl an Verkäufen erhöhen. Für Amazon MBA ist sogar eine Bewerbung erforderlich, um überhaupt zugelassen zu werden. Gerade am Anfang muss für das T-Shirt Business also viel Zeit, bei sehr geringem Return investiert werden. Oft dauert diese Phase sogar 1-2 Jahre an. Für viele ist das natürlich frustrierend, weshalb sie schnell wieder aufgeben. Es gibt auch durchaus andere Online Business Modelle, mit denen man in kürzerer Zeit ein profitables Unternehmen aufbauen kann. Doch wie bei allem gilt: Irgendwann kommt der Ball ins Rollen und die Verkäufe steigen exponentiell an. 

T-Shirt Business starten: Anleitung

Was genau sind die einzelnen Schritte, um mit dem T-Shirt Business zu starten? In diesem Artikel wird jeder Aspekt einzeln beleuchtet und praktisch erklärt, sodass man heute noch in die Umsetzung kommen kann. Im Gegensatz zu vielen anderen Anleitungen und Artikeln werden keine wichtigen Informationen ausgelassen, die dann nur über einen kostenpflichtigen Zugang verfügbar sind. Jeder, der das hier liest, kann noch heute sein eigenes T-Shirt Business starten. Zum Schluss gibt es noch eine kurze Auflistung alternativer Geschäftsmodelle, die sich ebenfalls für die Gründung eines Unternehmens eignen und zum Teil sogar schneller den gewünschten Erfolg ermöglichen. 

1. Verkaufsplattformen 

Es gibt unzählige Verkaufsplattformen, auf denen man Print on Demand Merch und Designs anbieten kann. Jeden dieser Marktplätze zu bespielen, wäre aber wenig sinnvoll, da auch hier das Pareto-Prinzip gilt. Das bedeutet, meist werden 80 % der Umsätze auf einem oder zwei Marktplätzen gemacht, während die anderen 5-10 Marktplätze die restlichen 20 % erwirtschaften. Zunächst sollte man sich auf die wichtigsten Plattformen fokussieren, dort seine Präsenz zu 100 % optimieren und anschließend die nächst wichtigeren Marktplätze bedienen. 

1.1 Amazon MBA

Wer erfolgreich im T-Shirt Business verkauft, erwirtschaftet den Großteil seines Umsatzes meist über Amazon. Der YouTuber Homo Oeconomicus spricht sogar von 95 %. Das wundert nicht, denn über Amazon entsteht über die Hälfte des deutschen Umsatzes im E-Commerce bei über 500 Millionen Visits monatlich. Zahlen, mit denen ein gewöhnlicher POD-Anbieter nicht mithalten kann. Das liegt auch daran, dass sich Amazon nicht auf Merch spezifiziert, sondern so gut wie jedes Produkt im Sortiment hat. Dadurch entstehen viele spontane Verkäufe, da T-Shirts auch unter gewöhnlichen Begriffen wie Angeln ranken. 

Das POD-Programm, mit welchem T-Shirts auf Amazon gelistet werden können, heißt MBA (Merch by Amazon). Im Gegensatz zu den anderen Plattformen, kann man sich jedoch nicht einfach anmelden, sondern muss sich für das Programm bewerben. Hier heißt es, nicht aufgeben. Oft braucht es mehrere Versuche, bis man endlich für das MBA-Programm zugelassen wird. Dafür erhält man relativ schnell eine Antwort, was bis vor 3 Jahren auch nicht selbstverständlich war. Wie man sich genau für das MBA-Programm bewirbt, wird übrigens in diesem Artikel Schritt-für-Schritt beschrieben: Merch by Amazon: Geld verdienen mit Amazon MBA

Sobald man für MBA zugelassen wurde, darf man seine ersten 10 Designs hochladen. Hat man 80 % der verfügbaren Menge (also 8 Designs) hochgeladen und eine gewisse Anzahl an Shirts verkauft, steigt man im System auf und darf 25 Designs hochladen. Weiter geht es mit 100, 500, 1.000 etc. Bis man zu Level 1.000 aufgestiegen ist, kann es ziemlich lange dauern, da man zu Beginn noch keine Reichweite und limitierte Werbemöglichkeiten über Amazon hat. Aber wie immer gilt: durchhalten ist der Schlüssel zum Erfolg. Die meisten erfolgreichen Seller berichten, dass es das erste Jahr überhaupt nicht lief (zweistellige Verdienste im Monat) und erst nach 2-3 Jahren relevante Umsätze entstanden sind, von denen man aber auch noch nicht leben konnte. 

1.2 Spreadshirt 

Eine weitere relevante Seite ist Spreadshirt. Hierbei handelt es sich um einen Anbieter, der sich ganz auf Merch und Designs spezialisiert. Kunden können entweder ihre eigenen T-Shirts gestalten oder auf dem Marktplatz nach passenden Designs suchen. Verkäufer haben die Möglichkeit, zusätzlich in einem eigenen Shop zu verkaufen, der z.B. über externes Marketing beworben werden kann. Viele Influencer und YouTuber haben sich so ihren eigenen Fanshop aufgebaut. Betrachtet man die Umsatzzahlen von Spreadshirt, sieht man, dass hinter dem Marktplatz durchaus Potenzial steckt. 2020 lag der Umsatz bei 169 Millionen Euro (Rekordwert). 

Vor zwei Jahren galt Spreadshirt noch als ideale Einstiegsmöglichkeit ins T-Shirt Business, da man unlimitiert Designs uploaden und eigene Margen definieren konnte. 2019 und 2020 hat Spreadshirt dann nach und nach Änderungen eingeführt, die den Start nicht mehr so lukrativ machen wie früher. Ähnlich wie bei Amazon gibt es nun eine Art Levelsystem, wodurch Uploads limitiert werden und mit steigenden Verkäufen ebenfalls ansteigen. Eine weitere Änderung betrifft das Preismodell, wodurch die Verkaufsprovision auf einen fixen Betrag beschränkt wurde. Vorher war es so, dass man sich seine Margen selbst aussuchen konnte (entsprechend höher war der VK), was für viele Seller mit Reichweite ein großer Vorteil war. 

1.3 Redbubble 

Diese Seite ist zwar weniger bekannt, generiert aber rund dreimal mehr Umsatz und 10 x mehr Besucher als Spreadshirt. Weitere Vorteile sind, dass das Upload-Limit bei 60 Designs pro Tag liegt und die Produktmarge selbst festgelegt werden kann. Auch das Angebot bietet viele Produkte, die es nicht bei jedem POD-Anbieter gibt. Neben T-Shirts stehen einem u.a. Sticker, Röcke, Tank Tops, Wandbilder, Duschvorhänge, Badematten, Puzzles, Schürzen, Uhren, Bettbezüge, Sporttaschen, Kulturbeutel, Socken oder Mauspads zur Verfügung.

Mit T-Shirts Geld verdienen

Wichtig: Damit ist der Name T-Shirt Business eigentlich nicht mehr ganz aktuell, denn mittlerweile gibt es unzählige weitere Möglichkeiten. Wer aus dem POD-Business möglichst viel herausholen möchte, sollte sich unbedingt mit weiteren Produkten beschäftigen, zu denen beispielsweise eigene Themenshop erstellt werden können. Das Potenzial ist riesig! 

Jeder Anbieter hat seine Vor- und Nachteile. Zweifellos findet das meiste auf Amazon statt, weshalb man seinen Fokus auf diese Plattform legen sollte. Während man auf die Annahme im MBA-Programm wartet, kann man sich natürlich schonmal auf den anderen Seiten anmelden und mit der Themenrecherche beginnen. Folgende

Anbieter stehen einem noch zur Verfügung (Liste nach Traffic sortiert)

  1. Zazzle 
  2. Teepublic 
  3. Society6 
  4. Teespring 
  5. Cafepress 
  6. Teechip
  7. Teezily
  8. Shirtee 

Eine weitere Möglichkeit, ein POD-Business aufzuziehen, wäre der Verkauf über Marktplätze (ohne POD) oder einen eigenen Online-Shop in Zusammenarbeit mit einem POD-Anbieter ohne Marktplatz. Etsy oder Ebay sind beispielsweise Marktplätze mit sehr viel Reichweite, auf denen man seine Designs verkaufen könnte. Der Anbieter Shirtee bietet beispielsweise eine Möglichkeit, POD-Produkte über eine Schnittstelle direkt in den eigenen Ebay-Shop zu integrieren. Eine sehr gute Variante, um Upload-Beschränkungen oder limitierte Werbemöglichkeiten zu umgehen. 

2. Richtige Nische finden 

Wenn man ein Produkt oder Angebot launcht, sollte man dies nie willkürlich bzw. aus einem Bauchgefühl heraus tun. Eine gute Produktrecherche bzw. Analyse der Nische ist daher auch im POD-Business wichtig. Die wichtigsten Daten sind dabei Angebot und Nachfrage. Je kleiner einer Nische ist, desto weniger Konkurrenz und Angebote gibt es in diesem Bereich. In einer sehr kleinen Nische weit oben ausgespielt zu werden ist also sehr leicht, bringt aber wenig finanziellen Erfolg. Bei einer sehr großen Nische ist es umgekehrt. Hier aufzusteigen ist aufgrund der Konkurrenz ziemlich schwer (ggf. auch teuer), bringt einem aber irgendwann hohe Umsätze. Die Kunst der Produktrecherche ist es, eine Nische zu finden, die weder zu klein noch zu groß ist und Kunden emotional ansprechen kann.  

Im POD-Business geht es nicht um Markenmode, sondern Emotionen. Merch oder andere Produkte werden vor allem gekauft, weil sich der Kunde mit dem Motiv bzw. dem Text identifizieren kann. Das betrifft z.B. Hobbys, Berufe, Klischees oder persönliche Merkmale (Haarfarbe, Alter, Geschlecht, Wohnort etc.). Dafür ist es wichtig, sich in die entsprechende Nische einzuarbeiten, um möglichst viele Informationen für Designideen zu sammeln. Zunächst geht es jedoch darum, eine Nische mit entsprechendem Potenzial zu finden. Dafür kann man verschiedene Tools verwenden, anhand derer man alle relevanten Daten zu jeder Kategorie  herausfindet. 

Eines dieser Tools ist z.B. Merchreport. Dieses Tool bezieht seine Daten direkt von Amazon, weshalb es sich sehr gut für umfassende Nischenanalysen eignet. Das Tool kann kostenlos getestet werden, anschließend zahlt man einen monatlichen Beitrag von etwa 20 €. Im Tool gibt es umfangreiche Nischenlisten, die nach Suchvolumen sortiert sind. Klickt man beispielsweise auf die Nische Tiere, sieht man, dass Hunde, Pferde und Katzen gefolgt von Meerschweinchen, Kaninchen und Wellensittichen die relevantesten Suchbegriffe im Tierbereich sind. Gleichzeitig wird angezeigt, wie oft das entsprechende Keyword in Kombination mit dem Begriff T-Shirt gesucht wird. Eine Strategie wäre nun, sich auf Suchbegriffe zu konzentrieren, die einzeln verhältnismäßig wenig gesucht werden, in Kombination mit T-Shirt aber deutlich relevanter sind. 

Beispiel: Meerschweinchen, Kaninchen und Wellensittich belegen zwar Platz 3-6 der Tiersuchbegriffe (2-4 Millionen Suchanfragen), werden in Kombination mit T-Shirt aber nur sehr selten gesucht (etwa 110 Mal). Die Keywords Rabe und Wolf haben ein Suchvolumen von 96k und 300k, werden in Kombination mit T-Shirt jedoch fast so oft gesucht wie Hund T-Shirt oder Pferd T-Shirt (obwohl “Hund” ein Suchvolumen von 28 Millionen hat). Launcht man jetzt ein T-Shirt zum Thema Wolf, profitiert man nicht nur vom Suchbegriff Wolf T-Shirt, sondern aufgrund des geringen Gesamtsuchvolumens auch vom Suchbegriff Wolf. Bei Hund ist das deutlich schwieriger, da Hunde im Gegensatz zu Wölfen Haustiere sind und an sich eine gesamte Nische abdecken. Aber Achtung, die Recherche ist damit noch nicht abgeschlossen. 

T-Shirt Nischen

Diese Listen gibt es für über 30 anderen Kategorien, in denen jeweils alle Unterkategorien aufgelistet werden. Das ist schonmal ein guter Einstieg für die Nischenrecherche. Wie man sieht, ist die Analyse von Daten ein sehr wichtiger Schritt. Oft gibt es Suchbegriffe, mit denen man überhaupt nicht gerechnet hat oder man stellt fest, dass eine eigene Idee auf dem Marktplatz vielleicht gar nicht so gut funktioniert. Aber gelten Amazon Daten auch für andere Marktplätze? 

Amazon ist mit großem Abstand der wichtigste Anbieter im E-Commerce. Über 50 % der Umsatzanteile am deutschen E-Commerce sprechen für sich. Viele Kunden kaufen überhaupt nicht mehr auf anderen Plattformen ein und starten ihre Produktsuche direkt bei Amazon (Beispiel: das Suchvolumen für Socken ist auf Amazon deutlich höher als bei Google). Der Marktplatz bietet also genug Daten, um davon auszugehen, dass sich die Nachfrage auf Amazon ungefähr mit der Nachfrage des Gesamtmarktes oder der Nachfrage auf einzelnen Plattformen deckt. 

Die verschiedenen Nischenideen sollte man aber nicht nur aus dem Tool ziehen, sondern sich auch selbst Gedanken über mögliche Themen machen. Gibt es vielleicht Hobbys, mit denen man sich selbst beschäftigt? Oder hat man ganz bestimmte Interessen oder Eigenschaften, mit denen man sich identifizieren kann? Wenn man selbst zur eigenen Zielgruppe gehört, spart man sich etwas Einarbeitungszeit und kommt wahrscheinlich auf bessere Designideen. Bevor es also an die Nischenanalyse geht, sollte man sich noch eine Liste mit eigenen Ideen aufschreiben und diese ebenfalls prüfen. 

Wie oben erwähnt, ist die Recherche aber nicht vorbei, nur weil das monatliche Suchvolumen ganz gut aussieht. Jetzt geht es darum, die gewählte Nische noch etwas genauer zu analysieren. Dafür gibt man sein wichtigstes Hauptkeyword in die Produktsuche bei Merchreport ein und erhält weitere Keywordvorschläge sowie wichtige Marktkennzahlen. Auch dieser Schritt ist sehr wichtig, denn nur weil ein hohes Suchvolumen vorhanden ist, muss das Potenzial nicht besonders hoch sein. Das gilt auch für die Nische Wolf, die in diesem Punkt eher schlecht bewertet wird. Der Hauptgrund dafür ist, dass die Sales relativ gering sind und es bereits über 6.000 MBA-Designs in diesem Bereich gibt, von denen 18 % auch tatsächlich Verkäufe haben. 

Durchschnittlich verkauft jeder Seller also etwa alle zwei Monate ein Shirt. Da man am Anfang noch keine PPC-Werbeanzeigen schalten kann, wird es sehr schwierig, hier nach oben zu kommen. Nach diesem Prinzip macht man erstmal weiter, bis man eine Nische gefunden hat, die sich besser für den Einsteig eignet (später, wenn man Werbung schalten darf, kann man sich nach erneuter ausführlicherer Analyse auch in Nischen mit deutlich höherem Wettbewerb positionieren). Um besser zu verstehen, wie ein geeigneter Markt für den Einstieg aussehen könnte, hier noch ein weiteres Beispiel: 

Die oberste Nische (Kirsche) hat beispielsweise ein Suchvolumen von 136.000, wird in Kombination mit T-Shirt aber nur 120 Mal gesucht. Im Markt sind 192 Shirts online, bei 25-50 Sales pro Monat. Es handelt sich also um eine relativ kleine Nische, in der man mit einem guten Listing auf jeden Fall den ein oder anderen Sale pro Monat mitnehmen kann. Auch der Merchreport bewertet diese Nische mit 65 % als gut. Die Verkaufszahlen klingen erstmal nach wenig, aber das ist im T-Shirt Business völlig normal. Anders als z.B. bei Amazon FBA (physische Produkte auf Amazon verkaufen), ergibt die Masse an Produkten einen relevanten Umsatz. 

Gerade am Anfang, wenn man noch wenig Designs veröffentlichen darf (10 bei MBA), kommt es auf jeden Sale an. 1-5 Sales pro Monat mit einem Design zu machen, ist also keine schlechte Leistung, sondern das genaue Gegenteil. Nicht selten dauert es 1-3 Monate, bis man bei Amazon MBA in das nächste Level aufsteigt. Hier heißt es einfach dranbleiben. Die erfolgreichste MBA Verkäuferin Amy Herberger hat es in ein paar Jahren sogar auf 100.000 Designs geschafft. Selbst wenn sich nur 50 % der Angebote einmal im Monat verkaufen würden, entsteht bei einer Provision von 4,50 € pro Sale ein monatlicher Umsatz von 225.000 €. 

Das T-Shirt Business ist in der Regel kein Markenaufbau. Es geht darum, potenziell lukrative Nischen zu finden und dort seine Designs zu platzieren. Jeden Tag mehrere Designs zu veröffentlichen (je nach Marktplatz) ist also nicht unüblich. Am besten legt man sich eine Excel-Tabelle oder ein Word-Dokument an, in der man alle potenziellen Nischen und ihre wichtigsten Daten sammelt. So muss man nicht jedes Mal neu recherchieren und kann sich bei weiteren Designs immer an dieser Liste orientieren. 

Auf Marktplätzen wie Spreadshirt oder Redbubble lässt sich auch ein Shop bzw. ein Künstlerprofil einrichten. Hier gibt es entsprechend auch die Möglichkeit für Branding, indem man beispielsweise eine Personenmarke oder einen eigenen Themenshop aufbaut. Hierfür ist externes Marketing über Instagram oder YouTube besonders wichtig. Schafft man es, über eine dieser Plattformen viele Menschen zu erreichen, kann das enorme Auswirkungen auf das Business haben. Wenn man selbst kein Designer oder Hobby-Künstler ist und wirklich noch ganz am Anfang steht, sollte man sich erstmal um möglichst viele Designs auf einigen Plattformen kümmern. Parallel dazu kann man natürlich einen YouTube-Kanal oder Instagram-Account betreiben, der Fokus sollte aber auf Umsatz bringenden Tätigkeiten liegen. Gerade wenn man das Business nebenbei macht, wird eher keine Zeit für umfangreiches Branding bleiben. 

3. T-Shirt Designs erstellen 

Im MBA-Geschäft ist das eigene Produkt nicht der Artikel an sich, sondern das darauf gedruckte Design. Dieses besteht in den meisten Fällen aus Collagen, Illustrationen, oder Animationen, mit oder ohne Text. Es ist zwar möglich, ein erfolgreiches T-Shirt Business ohne Designkenntnisse zu betreiben, allerdings wird die Umsetzung dadurch etwas komplexer. Auch wenn man als Seller in diesem Bereich die Designs meistens nicht eigenhändig gestaltet, sollte man zumindest kleine Änderungen selbst vornehmen können und in der Lage sein, mit den Designern auf einer Wellenlänge zu kommunizieren. Weiterbildung in diesem Bereich sowie Grundkenntnisse in Illustrator und Photoshop sind daher sehr wichtig. Tipp: Das Online-Tool Canva eignet sich optimal für weniger aufwendige Designs. 

Die Suche nach Designideen ist der nächste Schritt nach der Nischenrecherche. Am besten legt man sich auch hierfür ein Word-Dokument an, in welchem man seine Ideen und Bildinspirationen sammelt. Bevor man nach geeigneten Motiven sucht, sollte man erstmal kreativ werden und eigene Ideen sammeln. Orientiert man sich nur an den Motiven anderer, wird die eigene Kreativität eingeschränkt und man bleibt vermutlich unter seinem Potenzial. Sobald einem nichts mehr einfällt, kann man sich u.a. mit folgenden Möglichkeiten inspirieren lassen. 

  • Marktplätze: Natürlich sollte man seine eigene Nische einmal auf den gängigen Marktplätzen durchsuchen. Vielleicht entdeckt man neue Zusammenhänge zwischen den Bestsellern (z.B. eine Farbe) oder findet Motive, die einen auf weitere Ideen bringen. Eine ebenfalls sehr gute Möglichkeit ist, auf internationalen Seiten (z.B. Amazon.fr) nach Motiven zu suchen, die man gegebenenfalls ins Deutsche übertragen kann. 
  • Social Media: So gut wie jede Zielgruppe hat eine Präsenz auf Social Media. Besonders Instagram und Pinterest sind gute Quellen. Hier lohnt es sich vielleicht, auch mal die Kommentare unter den einzelnen Beiträgen durchzulesen und sich von den Inputs inspirieren zu lassen.  
  • Keywords: Tools wie Merchreport oder Flying Research haben eine Funktion zur Keyword-Analyse. Dort sieht man, welche Suchbegriffe neben dem Hauptkeyword noch gesucht und verwendet werden. Manchmal enthält diese Auswahl auch einen direkten Hinweis auf ein gefragtes Motiv. Alternativ kann man auch die Auto-Suggest Funktion nutzen und in die Suchleiste eines Marktplatzes sein Hauptkeyword + Leerzeile eingeben. Die ausgespielten Vorschläge sind die nächsten relevanteren Keywords und signalisieren eine Nachfrage.
  • Vexels: Diese Plattform eignet sich sowohl zur Inspiration, als auch zur Umsetzung einer Idee. Hier findet man eine umfangreiche Auswahl an Illustrationen, Vektorgrafiken oder Hintergründen, die man direkt herunterladen und in den eigenen Designs verwenden kann. Für 29 USD monatlich oder 261 USD jährlich können pro Monat 100 Designs heruntergeladen werden. Diese haben dann auch das entsprechende Format (z.B. Illustrator) und können modifiziert und weiterverarbeitet werden. Das sollte man auch machen, da die verschiedenen Designs vermutlich von anderen Händlern schon mehrfach verwendet wurden.  

Was macht ein gutes Design aus?

Standardsprüche, Seriendesigns (z.B. jedes Geburtsjahr) oder einfache Grafiken gibt es schon zu Hauf. Ein gewisses Maß an Kreativität ist also auf jeden Fall gefragt. Unter Seriendesigns versteht man Kollektionen mit Sprüchen wie “Die besten Angler sind 1977 geboren”, in denen dann dasselbe Design hunderte Male mit unterschiedlichen Geburtsjahren und Berufen gelauncht wird. Gerade bei begrenzten Uploads wäre das eine enorme Verschwendung. Um genau herauszufinden, was ein gutes Design ausmacht, sollte man seine Zielgruppe kennen und sich ausführlich mit deren emotionalen Triggern beschäftigen. 

Hierbei handelt es sich z.B. um die ersten Ergebnisse der Nische Angeln. Diese Beispiele verdeutlichen ziemlich gut, worauf es bei einem guten MBA-Design ankommt. Das erste T-Shirt bezieht sich auf Angeln und Biertrinken und vermittelt damit direkt eine bestimmte Situation, mit der sich einige Angler offensichtlich identifizieren. Der zweite Spruch verknüpft eine übliche Phrase mit einem Begriff der Zielgruppe, das dritte Design fokussiert sich ganz auf die Optik und das vierte spielt auf eine persönliche Eigenschaft einiger Angler an. Alles gute Methoden, um starke Designs zu entwickeln. 

Um an Ideen für diese Konzepte zu kommen, kann man z.B. auf Google nach entsprechenden Zitaten suchen oder über das Zielgruppen Insights Tool von Facebook die demografischen Daten einer Zielgruppe ermitteln. So findet man z.B. den Wohnort, das Alter, das Geschlecht und weitere Interessen heraus und kann diese Daten entsprechend für seine Designs verwenden. Sobald man eine grobe Idee für das geplante Design hat, kann ein Designer beauftragt werden. Diesen findet man in der Regel über Freelance-Plattformen wie Upwork oder Fiverr. Dafür sollte man aber eine Beschreibung oder Skizze des Designs parat haben und ggf. die gewünschten Schriftarten. 

Tipp: Eine andere gute Möglichkeit, um an Design-Ideen zu kommen, ist sich auf bevorstehende Ereignisse innerhalb, aber auch außerhalb der Zielgruppe zu konzentrieren. Wenn z.B. ein bekannter Angelwettbewerb bevorsteht, kann man gezielt T-Shirts für dieses Event gestalten. Dabei ist natürlich wichtig, keine geschützten Symbole oder Begriffe zu verwenden (siehe weiter unten). Große Ereignisse sind generell eine gute Möglichkeit, für einen gewissen Zeitraum überdurchschnittlich viele Sales abzugreifen. Auf der Seite Philognosie.net findet man eine Übersicht aller Welttage, Festtage und Gedenktage. Die wichtigsten sollte man sich herausschreiben, um früh genug passende Designs launchen zu können. 

Wenn man Designer auf Fiverr beauftragt, sollte man nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig ausgeben. Man darf nicht vergessen, dass einem ein gutes Design langfristig über Jahre hinweg passives Einkommen generieren kann. Hierauf sollte also der ganze Fokus liegen. Sobald man sein fertiges Design als Vektorgrafik und im Illustrator Format (AI) erhalten hat, muss noch überprüft werden, ob es sich wirklich um ein individuelles Design handelt. Bei sehr günstigen Designern kommt es auch mal vor, dass einfach nur Dateien von Vexels heruntergeladen oder sogar die Rechte Dritter verletzt werden. Zweiteres sollte einem auf keinen Fall passieren, da das zu Abmahnungen führen kann. Eine Methode, um das erstellte Design zu überprüfen, ist die Google rückwärts Bildersuche. Am sichersten ist es aber, das Motiv anhand einer eigenen Skizze gestalten zu lassen. 

Wichtig: Geschützte Motive, Begriffe oder Marken dürfen nicht in Designs eingebaut werden. Falls man sich mal unsicher ist, kann man über die Seite des DPMA nach Eintragungen im Markenregister oder geschützten Designs suchen. Auch Schriftarten können geschützt sein und dürfen nicht ohne weiteres heruntergeladen und kommerziell verwendet werden. Eine gute Anlaufstelle hierfür ist die Seite Creative Fabrica, auf der man ein umfangreiches Angebot an verschiedensten Schriftarten (auch Grafiken) erhält. 

4. Designs veröffentlichen

Sobald das Design fertig ist, kann es auf den verschiedenen Plattformen veröffentlicht werden. Der Upload-Prozess unterscheidet sich dabei nicht groß, weshalb dieser Artikel nicht detailliert auf die einzelnen Plattformen eingeht. In der Regel besteht ein Angebot aus Produktbildern, Titel, Beschreibung und Tags. Damit das Design auch gefunden wird, sollte man in diese Bereiche die relevantesten Keywords einbauen. Besonders Titel und Tags haben dabei den größten Einfluss auf Sichtbarkeit. 

Über die oben erwähnten Tools (Merchreport, Flying Research) kann man relevante Keywords für das Produkt herausfinden. Auch hier ist es wichtig, mit Tools zu arbeiten, da es oft Keywords gibt, die weniger offensichtlich sind, aber eine große Rolle spielen. Wer noch tiefer in das Thema SEO einsteigen möchte, kann auch mit Helium10 arbeiten, einem umfangreichen Amazon-Tool für FBA-Seller. Wenn man sich bei bestimmten Suchbegriffen unsicher ist, kann man das entsprechende Keyword einfach in die Suchleiste eingeben und prüfen, ob das eigene Design in die Suchergebnisse passen würde. Falls nicht, kann es aussortiert werden, um keinen wertvollen Platz zu verschwenden. 

Die meisten POD-Anbieter erstellen die Produktbilder automatisch und lassen keine Variationen zu. Das ist zum einen gut, da man sich nicht selbst um gute Bilder kümmern muss, zum anderen hat man keine Möglichkeit, mit seinen Produktbildern herauszustechen. Anders ist es, wenn man auf Ebay oder Etsy verkauft. Dort kann man sein Listing zu 100 % selbst gestalten und auch entsprechend optimierte Produktbilder hochladen. Der Vorteil an Merch ist, dass gute Bilder nicht geschossen werden müssen, sondern (wie es die POD-Anbieter auch machen) über Mock-ups animiert werden. So entstehen wirklich realistische Modellfotos, ohne dass man ein teures Shooting beauftragen muss. Ein Anbieter mit hunderten realistischen Mock-ups ist Place it. 

Wie bei den meisten Geschäftsmodellen gibt es auch hier keine geheimen Hacks, mit denen man in kürzester Erfolg hat. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, herausragende Designs zu gestalten, die SEO-Möglichkeiten im Listing auszunutzen und wenn es so weit ist, intelligentes Marketing zu betreiben. Nicht zu vernachlässigen ist natürlich die Weiterbildung in entsprechenden Fachgebieten, aber auch im persönlichen Bereich. Fokussiert man sich jeden Tag auf diese drei bzw. vier Bereiche, steht dem langfristigen Erfolg nichts mehr im Weg. Fokus spielt im Unternehmertum eine entscheidende Rolle und wird von vielen Unternehmern immer wieder als die wichtigste Eigenschaft zur Erreichung der eigenen Ziele genannt. Eine passende Anekdote von Warren Buffet über Bill Gates in Buffets Biografie (Das Leben ist ein Schneeball) verdeutlicht das ebenfalls: 

“Bei​​m Abendessen fragte Bill Gates Senior […] Was denkt ihr, welcher wichtige Faktor hat euch dorthin gebracht, wo ihr heute steht? Was hat beim Erreichen eurer Lebensziele die wichtigste Rolle gespielt? Darauf sagte ich: Fokus. Und Bill sagte dasselbe.”

Warren Buffet 

5. Geld verdienen im T-Shirt Business 

Wie viel verdient man eigentlich im T-Shirt Business? In den vorherigen Abschnitten wurden ja bereits ab und zu ein paar Zahlen genannt, aber worauf kann man sich als Anfänger realistisch einstellen? Denn das T-Shirt Business erfordert deutlich mehr Geduld als viele andere Geschäftsmodelle. Das ist zum einen ein Nachteil, zum anderen ein Vorteil, denn viele Seller bringen diese Geduld nicht mit und steigen früher oder später wieder aus. 

Durch Upload-Limits wird  das Wachstum auf manchen Plattformen natürlich stark eingeschränkt. Auch das ist wieder Vor- und Nachteil zugleich, denn hätte Amazon keine Beschränkungen, wäre der Marktplatz vermutlich zugespammt mit minderwertigen Designs, wodurch viele Kunden zu anderen Plattformen wechseln würden. Was viele als Nachteil sehen, lässt sich also zum eigenen Vorteil nutzen. Denn wenn nicht jeder willkürlich irgendwelche Designs launchen und mit PPC bewerben kann, haben alle unabhängig vom Startkapital die gleichen Chancen. 

T-Shirt Business Provisionen

Die Vergütungen unterscheiden sich natürlich je nach Marktplatz und Produkt, weshalb man schwer pauschalisieren kann, wie viel man mit seinen Designs verdienen wird. Anhand eines klassischen T-Shirts, hier einmal die verschiedenen Preismodelle je nach Plattform: 

  • Amazon: T-Shirts können zwischen 15,99 € und 25,99 € verkauft werden. Die Provisionen liegen dabei zwischen 1,75 € und 8,23 €. Auch hier lässt sich nicht pauschalisieren, zu welchem Preis man ein T-Shirt verkaufen sollte, denn was Kunden bereit sind zu zahlen, hängt sehr von der Zielgruppe und dem darauf angepassten Durchschnittspreis im Markt ab. Dieser kann über die meisten Tools f ermittelt werden. Eine Liste mit allen Produkten und deren Provisionen gibt es hier: Amazon MBA Preise 
  • Spreadshirt: Bei Spreadshirt erhält man für seine Verkäufe einen genau festgelegten Designpreis für jedes Produkt. Diese Regelung gilt seit Frühjahr 2020 und beeinflusst das Einkommen der Seller enorm. Damals konnte man seine Margen selbst definieren, heute darf kein T-Shirt über 20 € kosten, bei einer Provision von 3 €. Übersicht: Designpreis
  • Redbubble: Auf diesem Marktplatz wird die Provision in % angegeben. Jedes Produkt hat einen Basispreis, auf den die Künstlermarge addiert wird. Diese beträgt standardmäßig 20 %, kann aber beliebig erhöht werden. Wenn der Basispreis eines Shirts beispielsweise bei 13 € liegt, würde die gängige Marge  2,60 € betragen und das Shirt würde 15,60 € kosten. Bei teuren Produkten sind auch höhere Beträge möglich. 

Durchschnittlich verdient man mit T-Shirts also einen Betrag von unter 5 €. Bei Hoodies oder anderen Premium-Produkten steigen die Verdienste meist an, bleiben aber unter 10 €. Geht man also von durchschnittlichen Einnahmen von 4,00 € pro Verkauf aus, müsste man monatlich 375 Artikel verkaufen, um auf 1.500 € Brutto zu kommen. Bis es so weit ist, vergeht in der Regel viel Zeit, da man für viele Verkäufe auch viele Designs hochladen muss. Die ersten Monate sind definitiv die schwierigsten, da man wenig Reichweite und so gut wie keine Werbemöglichkeiten hat. Spannend wird es, sobald man die Schwelle zu den 1.000 Designs überschreitet und ab 4.000 Designs Amazon PPC Werbung freigeschaltet bekommt. 

Marketingstrategien 

Es gibt natürlich unzählige Möglichkeiten, seine Produkte zu bewerben. Wie oben schon erwähnt, sollte der Fokus aber erstmal darauf liegen, einige Designs und Produkte zu produzieren. Bei unternehmerischen Aufgaben sollte man sich in der Anfangszeit immer fragen, ob es gerade eine andere Aufgabe gibt, die mehr Umsatz generiert. Wenn man beispielsweise 8 Designs auf Amazon hat und nur zwei Marktplätze bespielt, geht es erstmal darum, mehr Designs zu produzieren und vielleicht noch 1-3 andere Marktplätze zu integrieren. Wenn die Zeit reif ist, externes Marketing zu betreiben, hat man natürlich hunderte von Möglichkeiten. Bei den folgenden drei Varianten handelt es sich um die Oberkategorien, verschiedener Strategien. So kann man sich schonmal einen Überblick verschaffen und herausfinden, in welche Richtung es gehen könnte:

  • Performance-Marketing: Hierbei handelt es sich um bezahlte Werbeanzeigen über Facebook, Google oder eben Amazon. Dafür werden z.B. Banner oder kurze Videos gestaltet, in denen das Produkt gezeigt wird. Anschließend erstellt man über die entsprechende Plattform eine Werbeanzeige und zahlt z.B. pro Klick einen bestimmten Betrag. Wichtig ist, dass man sich wirklich mit der Thematik auskennt und etwas Kapital zur Verfügung hat. Ansonsten wird man mit Anzeigen wenig Erfolge erzielen und das Geld wäre besser in weiteren Designs investiert. 
  • Content-Marketing: Seit dem Internet und Social Media hat diese Strategie an enormer Bedeutung gewonnen. Content-Marketing bedeutet, dass man kostenlose Inhalte in das Internet stellt und sich somit langfristig eine Community und Expertenstatus in einem Bereich aufbaut. Später wird diese Reichweite dazu genutzt, eigene Produkte zu bewerben. Designer oder Künstler können z.B. Anleitungen auf YouTube hochladen oder sich als Personenmarke auf Instagram positionieren. Aber auch alle anderen Themen (Angeln, Heimwerken etc.) eignen sich für Content-Marketing, wenn man einen entsprechenden Themenshop betreibt. 
  • Influencer: An Kooperationen mit großen Influencern heranzukommen wird im T-Shirt Business vermutlich kaum möglich sein. Es gibt aber trotzdem ein paar Optionen, seine Produkte über Influencer zu bewerben. Man könnte sich z.B. an Mikroinfluencer wenden (1.000 – 20.000 Follower) und denen für eine Erwähnung kostenlose Produkte zuschicken. Das funktioniert natürlich besonders gut, wenn man einen Themenshop betreibt. Eine andere Variante ist, Influencern aller Art (egal ob groß oder klein) ein oder mehrere Produkte zu schenken, indem man ein Päckchen an die Fanpostadresse oder die Adresse aus dem Impressum schickt. Vielleicht hat man Glück und der Person gefällt das T-Shirt, sodass sie es erwähnt oder trägt und die Follower sehen es in Posts oder Stories.

Fazit – T-Shirt Business aufbauen

Das T-Shirt Business ist ein sehr langsam wachsendes Geschäftsmodell und eignet sich daher eher nur  für ein nebenberufliches Einkommen. Die ersten Monate und vielleicht sogar die ersten 1-2 Jahre erfordern auf jeden Fall viel Durchhaltevermögen, da die Einnahmen vermutlich noch im zweistelligen Bereich liegen. Das ist aber völlig normal, denn ohne externes Marketing oder vorhandene Reichweite lassen sich aufgrund der Upload-Limits auch nur wenig Menschen erreichen. 

Wer jedoch die nötige Geduld mitbringt, kann belohnt werden. Denn jedes veröffentlichte Design bietet das Potenzial, langfristig passives Einkommen zu erwirtschaften. Ist ein Design erstmal gelauncht, muss man sich nicht um Produktbestellungen, Versand oder Kundensupport kümmern. Genau das macht das Geschäftsmodell für viele so attraktiv. 

Ungeeignet ist das T-Shirt Business für alle, die etwas mehr Startkapital und Zeit zur Verfügung haben und ein richtiges Unternehmen aufbauen wollen, welches vielleicht schon in einem Jahr genug Geld zum Leben erwirtschaftet. Wenn das auf einen zutrifft, ist Amazon FBA eine entsprechende Alternative zum T-Shirt Business. Hier geht es um den Verkauf von physischen eigenen Produkten über den Marktplatz Amazon. Der Vorteil, ein einziges Produkt kann ausreichen, um vier- bis fünfstellige Umsätze zu generieren.

Die Suchergebnisse für Motivshirts auf Amazon zeigen, dass es wirklich viele Seller gibt. Daher ist es auch so wichtig, sich breit auf vielen Plattformen zu positionieren und auch andere Produkte als T-Shirts mit ins Sortiment zu nehmen. Auch wenn man das T-Shirt Business nebenberuflich mit klaren Anleitungen betreibt, sollte man sich unternehmerische Kreativität aneignen. Der Weg kann unglaublich beschleunigt werden, wenn man auch mal neue Dinge ausprobiert und mit einem unternehmerischen Mindset an die Sache herangeht. 

Alternative Geschäftsmodelle

Wie versprochen gibt es zum Schluss noch eine kleine Auswahl alternative Geschäftsmodelle, die sich je nach Ziel oder individueller Ausgangslage besser eignen könnten, um Online Geld zu verdienen. Wie für das T-Shirt Business gilt auch für die folgenden Geschäftsideen, dass zunächst Zeit und meistens auch Geld investiert werden muss, bevor man relevante Resultate erzielt. Für jeder Unternehmer ist es wichtig, sich immer langfristig zu orientieren und ein nachhaltiges Business zu schaffen, welches auch in 10 Jahren läuft.

1. Amazon FBA 

Dieses Geschäftsmodell wurde bereits kurz erwähnt. Es handelt sich um den Handel mit physischen Produkten auf Amazon. Im Gegensatz zum T-Shirt Business ist man als Händler aber selbst für die Produktion (bzw. Bestellung) der Waren zuständig und entwickelt ein eigenständiges Angebot auf Amazon. Somit ist Amazon FBA natürlich etwas kapitalintensiver, im Gegenzug aber deutlich profitabler und schneller skalierbar. Ähnlich wie bei MBA recherchiert man mit entsprechenden Tools nach geeigneten Nischen, in denen es eine hohe Nachfrage bei wenig oder schlechtem Angebot gibt. Dann entwickelt man ein eigenes Produkt mit besseren USPs (Alleinstellungsmerkmalen) als die Konkurrenz und beauftragt einen Hersteller mit der Produktion. In Asien kann man Produkte bereits ab einer Menge von 500 Stück produzieren lassen. 

Jetzt kommt der größte Vorteil von Amazon. Die Waren müssen nämlich nicht zu Hause eingelagert und selbst verschickt werden, da man durch das FBA-Programm von Lagerung, Verpackung und Versand durch Amazon Mitarbeiter profitiert. Das Business funktioniert also zu 100 % ortsunabhängig, obwohl man mit physischen Waren handelt. Es gibt auch kein Levelsystem oder bestimmte Einschränkungen bei der Werbung. Wer physische Produkte verkauft hat direkt Zugriff auf alle Amazon Funktionen und kann sich mit einem einzigen Produkt als professionelle Marke präsentieren. Natürlich zahlt man für jede Bestellung Versandkosten und Verkaufsgebühren, die aber durch den hohen Traffic und die Anzahl an Bestellung gerechtfertigt sind. Über einen Online-Shop hätte man also eine höhere Marge, würde aber wahrscheinlich fast nichts verkaufen, besonders, wenn man nur ein Produkt anbietet. 

Wer sich jetzt für einen Erfahrungsbericht interessiert, in dem viele erfolgreiche Seller (über 10.000 € Gewinn pro Monat) ihre wichtigsten Tipps mitgeben, gelangt hier zum entsprechenden Artikel: Amazon FBA Erfahrungen: Die ersten 10.000€ Gewinn im Monat

2. Affiliate-Marketing 

Affiliate-Marketing bezeichnet die Empfehlung von Produkten auf eigenen Webseiten oder Social Media. Geld wird verdient, indem jemand auf diese Empfehlung klickt und das beworbene Produkt kauft. Besonders Influencer oder Seiten mit hoher Reichweite können mit dieser Methode ganz gute Umsätze erwirtschaften. Die Voraussetzung für dieses Business ist also Reichweite. Bevor man wirklich Geld verdient, muss eine Community aufgebaut werden, die einem als Experte in einem bestimmten Bereich vertraut. Wer gerne angelt, könnte z.B. einen YouTube-Kanal zum Thema Angeln betreiben und dort Anglerprodukte bewerben. Weitere Möglichkeiten sind TikTok, eine Instagramseite oder einen Blog

Ähnlich wie beim T-Shirt Business braucht es nicht viel Kapital, um mit Affiliate-Marketing zu starten. Reichweite aufzubauen ist aber ein sehr langfristiger Weg, der mit der Dauer eines erfolgreichen T-Shirt-Business zu vergleichen ist. Im Gegenzug kann man aus Reichweite langfristig sehr viel mehr machen, da eine große Community immer ein guter Startpunkt für eine Geschäftsidee ist. Neben Affiliate-Marketing könnte man z.B. irgendwann eigene Produkte auf den Markt bringen, Kooperationen mit Unternehmen eingehen oder digitale Produkte zum entsprechenden Thema verkaufen. Zum Thema Affiliate-Marketing mit allem, was dazu gehört, gibt es folgende Artikel: 

>> Affiliate Marketing: Wie man mit Produktempfehlungen Geld verdient!
>> Mit YouTube Geld zu verdienen: Was den Erfolg auf der Plattform ausmacht!
>> Mit Instagram Geld verdienen: Der Weg zum Erfolg auf der Plattform!

3. Dienstleistungen 

So gut wie jede Personen hat bestimmte Fähigkeiten, Erfahrungen oder Wissen, welches anderen von Nutzen sein könnte. Wieso daraus nicht ein Freelancer – bzw. Dienstleistungs-Business machen? Sei es Fotografie, Grafik Design, Übersetzungen oder Programmieren, es gibt unzählige Möglichkeiten, seine Fähigkeiten an andere zu verkaufen. Dieses Geschäftsmodell eignet sich besonders dann, wenn noch kein Startkapital vorhanden ist, man aber auf jeden Fall ortsunabhängig arbeiten möchte oder nach einer Mischung zwischen Angestelltenverhältnis und Unternehmertum sucht. Denn als Freelancer wird man zunächst nach wie vor Zeit gegen Geld eintauschen, auch wenn man seinen Stundensatz selber festlegen kann.

Da der Markt regelrecht überflutet wird von Billigangeboten aus dem Ausland, ist es allerdings sehr schwer, einen überdurchschnittlich hohen Stundensatz durchzusetzen. Besonders am Anfang, wenn es noch keine Kundenerfahrungen gibt. Egal welchen Stundensatz man bekommt, irgendwann wird das eigene Einkommen gedeckelt sein, weil man zum einen nur begrenzte Zeitressourcen hat, zum anderen, weil jede Dienstleistung nun mal einen Preis hat, welchen Unternehmen maximal bereit sind zu zahlen. Wenn man sich früh genug darum kümmert, kann man dieses Problem jedoch umgehen, indem man sich als Agentur positioniert, über Social Media eine Community aufbaut, die einen als absoluten Experten im jeweiligen Bereich betrachtet oder sich aufgrund von Ergebnissen bezahlen lässt. Das heißt, man erhält Umsatzanteile an seiner Arbeit (z.B. bei App-Entwicklung) oder Provisionen (z.B. im Vertrieb üblich ist)

Wie man als Freelancer konkret startet, wird in diesem Artikel erklärt: Freelancer werden: So gelingt der Weg in die Selbstständigkeit!


FAQ – Häufig gestellte Fragen


Was ist ein T-Shirt Business?

Unter dem T-Shirt Business versteht man den Verkauf von Merch-Artikeln, die über einen Print-On-Demand Anbieter produziert werden. Man selbst stellt nur das Design zur Verfügung und erhält für jeden Verkauf eine Provision. 

Wie funktioniert ein T-Shirt Business?

Als Seller produziert man Designs für bedruckbare Artikel (z.B. Bekleidung, Haushalt, und Dekoration) und verkauft entsprechend bedruckte Produkte über einen Print-on-Demand Anbieter wie Spreadshirt oder Amazon MBA. Sobald eine Bestellung eingeht, produziert der Anbieter das Produkt und verschickt es zum Kunden, während der Seller eine Provision für das Design erhält. 

Wie baut man ein T-Shirt Business auf?

Zunächst sucht man über Tools nach Nischen, die sich für den Verkauf von Merch eignen. Anschließend lässt man ansprechende Motive designen und lädt diese bei verschiedenen Print-on-Demand Anbietern hoch und verkauft mit diesen Designs bedruckte Artikel. Da es bei diesem Business auf die Menge ankommt, wiederholt man diesen Prozess immer und immer wieder.