Ebay Verkäufer werden: Anleitung zum Erfolg auf dem Marktplatz

ebay ist eine beliebte Plattform für den Verkauf von Produkten online. Worauf es dabei ankommt und wie man als ebay Verkäufer ein profitables Geschäft aufbauen kann, wird in diesem Artikel Schritt-für-Schritt aufgeschlüsselt.
ebay Verkäufer werden
KATEGORIEAllgemein
ARTIKEL TEILEN
Lesezeit 35 Minuten

Produkte auf Ebay verkaufen und damit ein Business aufbauen – geht das? Prinzipiell ja, es gibt aber einige Unterschiede zum Verkauf über Amazon. Lange Zeit war Ebay ein Marktplatz, der sich eher an den Bedürfnissen von privaten Verkäufern orientiert hat. Wenn man etwas nicht mehr gebraucht hat, konnte man es auf Ebay stellen und zum Festpreis oder über eine Auktion verkaufen. Heute ist das anders und es gibt auch für gewerbliche Verkäufer interessante Möglichkeiten, wie z.B. den Aufbau eines Shops, E-Mail Marketing oder einen Fulfillment-Service. Viele angehende Gründer stellen sich also die Frage, auf welchem Marktplatz sie ihre Produkte zunächst anbieten sollen. 

Um diese Frage zu beantworten, kommt es jedoch ganz auf die Intension und das Ziel des Gründers an. Das Geschäftsmodell hinter dem Handel auf Ebay wird z.B. als Reselling bezeichnet, da man Produkte ankauft und anschließend gewinnbringend über den Ebay-Shop weiterverkauft. Darunter fallen eben Gebrauchtwaren, die einzeln von Privatpersonen abgekauft werden, aber auch Großhandelsware, die in höheren Stückzahlen zum B2B-Preis eingekauft werden kann. Dabei werden nicht irgendwelche Produkte eingekauft, sondern nur solche, die thematisch zur Nische des Ebay-Shops passen. 

Das Reselling Geschäftsmodell wäre z.B. weniger für den Marktplatz Amazon geeignet, da man zum einen, nur gebrauchte Produkte verkaufen kann, wenn es bereits ein vorhandenes Listing gibt, zum anderen, weil die Kunden von Amazon eher nach Neuware suchen und die gebrauchten Artikel nicht direkt auffindbar sind. Wer jedoch eine eigene Marke mit selbst entwickelten Produkten aufbauen will, findet bei Amazon FBA eine ideale Vertriebsmöglichkeit für den Start. So hat jeder Marktplatz seine Vor- und Nachteile, die sich je nach Geschäftsmodell und Gründer unterscheiden. Mehr zu den langfristigen Vorteilen von Amazon am Ende des Artikels.

Ebay eignet sich besonders für alle, die erstmal langsam in den E-Commerce einsteigen möchten, weniger Startkapital zur Verfügung haben oder sich einen regelmäßigen Nebenverdienst aufbauen wollen. In diesem Artikel wird es darum gehen, wie man sich Schritt für Schritt einen erfolgreichen Ebay-Shop aufbaut, der einem langfristig hohe monatliche Umsätze und Gewinne erwirtschaften kann. Das klappt natürlich nicht von heute auf morgen und ist besonders am Anfang mit viel Arbeitszeit und Investitionen verbunden. 

So funktioniert Ebay als Marktplatz

Bevor es mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung losgeht, noch eine kurze Übersicht über Ebay als Marktplatz. Ähnlich wie Amazon ist Ebay eine Produktsuchmaschine, auf der Kunden sowohl Gebraucht- als auch Neuware kaufen können. Die Ausspielung der Produkte basiert ebenfalls auf einem Algorithmus, welcher die Produkte nach Relevanz sortiert und entsprechend ausspielt. Relevant ist ein Produkt vor allem dann, wenn unter zu bestimmten Suchergebnissen häufig gekauft wird. 

Im Gegensatz zu Amazon bietet Ebay seinen Händlern deutlich mehr Freiheiten. So können Produktangebote mit HTML individuell gestaltet werden, man steht in direktem Kontakt zu seinen Kunden und kann sogar E-Mail-Marketing betreiben. Im Gegenzug muss deutlich mehr Arbeit in Logistik sowie Support gesteckt werden, was nicht unterschätzt werden sollte. 

Produkte können entweder als Auktion oder als Festpreisangebot eingestellt werden. Im Reselling nutzt man eher den Festpreis, da Auktionen nur eine begrenzte Laufzeit von maximal zehn Tagen haben und die Cashflow und Liquiditätsplanung deutlich schwerer wird. Sobald ein Artikel verkauft wurde, muss dieser in der vorher festgelegten Zeit zum Kunden verschickt werden. Das bedeutet, als Verkäufer muss man sich zunächst erstmal um alle logistischen Aufgaben kümmern, ist also an seinen Geschäftsstandort gebunden. 

Sobald man eine gewisse Anzahl an Angeboten hat, macht es Sinn einen Shop zu eröffnen. Dieser kostet monatlich ca. 40 €, lohnt sich aber aufgrund von anderen Vergünstigungen und Marketingzwecken. Mit einer Shopseite kann man z.B. eigene Kategorien erstellen, einen Banner hochladen oder seine Top-Angebote präsentieren. Zusätzlich haben Kunden die Möglichkeit dem Shop zu folgen, wodurch man eine kleine Community aufbaut. 

Seit neuestem hat Ebay auch ein eigenes Bezahlsystem, wodurch jede Transaktion einmal über Ebay läuft, bevor sie dem Verkäufer ausgezahlt wird. Der Kunde zahlt also nicht mehr direkt an den Verkäufer, sondern erstmal an Ebay. So sind beide Parteien gut abgesichert. Man kann auf diese Art der Zahlungsabwicklung zwar verzichten, hat dafür aber einen höheren Aufwand. 

Ebay Gebühren 

Die Gebühren bei Ebay sind etwas komplexer organisiert als bei anderen Marktplätzen und hängen davon ab, wie hoch der Verkaufspreis ist, in welcher Kategorie verkauft wird und ob der Verkäufer einen Shop hat. Grundsätzlich gibt es drei Arten von Gebühren: 

Verkaufsprovision: Diese Gebühr fällt immer dann an, wenn ein Artikel erfolgreich verkauft wurde. Sie beträgt 0,35 € + einem individuellen Prozentsatz vom Verkaufspreis. Dieser liegt höchstens bei 14 %, meistens jedoch zwischen 5 und 11 %. In vielen Kategorien fällt bei höheren dreistelligen Bestellsummen ein deutlich günstigerer Satz von ca. 2 % an. Wenn ein Shop innerh. eines Quartals über 100.000 € Umsatz macht, gibt es 3 % Rabatt auf die Provisionen. Ab 350.000 € sind es 6 Prozent, also mindestens 2.310 € bei 11 % Gebühren. 

Einstellungsgebühr: Als Shop-Betreiber werden bis zu einer maximalen Grenze an Angeboten keine Einstellungsgebühren fällig. Wer keinen Shop betreibt, zahlt 0,35 € pro Festpreisangebot und 0,50 € pro Auktion. Diese Gebühren werden auch fällig, wenn der Artikel nicht verkauft wurde. 

Shop-Gebühren: Ab einer gewissen Anzahl an Produkten, macht es Sinn, ein Shop-Abonnement abzuschließen. Wenn man z.B. 200 Produkte ohne Shop einstellt, sind die Einstellungsgebühren fast doppelt so hoch, wie die monatliche Gebühr des Basis-Shops, mit welchem man monatlich kostenlos 400 Artikel einstellen kann. Insgesamt stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung: 

  • Basis-Shop: Der Basis-Shop kostet monatlich 39,95 € (oder 32,95 € im Jahresabo). Insgesamt können 400 Festpreisangebote und 40 Auktionen kostenlos eingestellt werden. Wird dieses Limit überschritten, zahlt man Einstellungsgebühren in Höhe von 0,10 € pro Festpreisangebot und 0,50 € pro Auktion. Rein wirtschaftlich betrachtet, lohnt sich ein Shop ab ca. 100 Artikeln. Man darf aber nicht vergessen, dass ein Shop auch in puncto Marketing viele zusätzliche Möglichkeiten bietet. 
  • Top-Shop: Für dieses Angebot liegen die Kosten bei 79,95 € (oder 65,95 € im Jahresabo). Insgesamt können 2.500 Festpreisangebote und 100 Auktionen eingestellt werden. Anschließend betragen die Gebühren 0,05 € für jedes Angebot und 0,50 € für jede Auktion. 

Für fortgeschrittene Seller gibt es noch den Premium und den Platin-Shop. Hier profitiert man von unbegrenzten Festpreisangeboten und anderen Vorteilen, die sich aber erst lohnen, wenn man wirklich viele Produkte verkauft. Ein Platin-Shop kostet entsprechend auch 4999,95 € pro Monat. Rein auf die Gebühren bezogen, lohnt sich der Premium-Shop ab 7.500 Artikeln (2.500 Artikel sind gratis im Top-Shop enthalten, während für die weiteren 5.000 Produkte eine Gebühr von 0,05 €, also insgesamt 250 € anfällt). 

Der Platin-Shop hat den Vorteil, dass man neben der unbegrenzten Anzahl an Artikeln, 10 % Rabatt auf die Verkaufsprovision bekommt. Grob kalkuliert bräuchte man einen monatlichen Umsatz von 500.000 €, um die Shop-Gebühr über diesen Rabatt reinzuholen. Es gibt jedoch noch andere Vorteile wie z.B. einen persönlichen Accountmanager, der im Platin-Shop enthalten ist. 

Variable Gebühren: Wenn man ein Produkt einstellt, kann man bestimmte Funktionen freischalten. Dazu gehört z.B. eine zweite Kategorie, ein extra großes Bild in den Suchergebnissen oder Werbung. Am Anfang macht das meistens keinen Sinn, da diese Gebühren nicht gerade niedrig sind und besonders bei einzelnen Artikeln einen großen Teil der Marge ausmachen können. Wer Neuware verkauft oder eine besonders hohe Marge hat, kann diese Funktionen natürlich nutzen. Besonders relevant sind hier Anzeigen, mit welchen man sich einen höheren Platz in den Suchergebnissen erkaufen kann. 

Ebay Verkäufer werden – Schritt für Schritt

Wer gewerblich auf Ebay verkaufen möchte, muss sich zunächst um die bürokratischen Aspekte eines Gewerbes kümmern. Das bedeutet, das Gewerbe muss beim Gewerbeamt angemeldet werden, man braucht eine Steuernummer sowie eine Umsatzsteuer ID (egal ob Kleinunternehmer oder nicht) vom jeweils zuständigen Finanzamt und im besten Falle ein Geschäftskonto, für alle geschäftlichen Transaktionen. Die Steuerbescheinigung nach 22f ist seit dem 01.07.2021 nicht mehr erforderlich.

Ein Gewerbe anzumelden ist nicht besonders aufwendig und kann rasch erledigt werden. Je nach Gewerbeamt ist eine Registrierung auch online möglich – am besten also einfach mal anrufen. Im nächsten Schritt muss man ein ziemlich selbsterklärendes Formular ausfüllen und eine Gebühr zwischen ca. 15 und 50 € bezahlen. 

Sobald man ein Gewerbe angemeldet hat, kann man zum zuständigen Finanzamt gehen und nach dem Bogen zur steuerlichen Erfassung fragen. Dieser ist etwas komplexer, weshalb man ihn am besten zusammen mit einem Mitarbeiter vor Ort ausfüllt. Besonders wichtig ist, dass man auf die Fragen nach den zukünftigen Umsätzen und der Kleinunternehmerregelung eine passende Antwort hat. 

Kleinunternehmerregelung: Hierbei handelt es sich um eine Sonderregelung, die kleine Unternehmen von der Umsatzsteuer befreit. Das bedeutet, als Kleinunternehmer muss man keine Umsatzsteuer auf seinen Rechnungen ausweisen und an das Finanzamt abführen und erhält im Gegenzug keine Umsatzsteuer für seine Geschäftsausgaben zurückerstattet. Der Vorteil ist, dass man zunächst keinen großen buchhalterischen Aufwand hat und besonders am Anfang etwas Geld einsparen kann. Die Regelung gilt bis zu einem Umsatz von 22.000 im ersten Jahr und 50.000 € im zweiten. 

Umsatz- und Gewinnschätzung: Das Finanzamt fordert einen dazu auf, die Gewinne und Umsätze der nächsten zwei Jahre zu schätzen. Die Schätzungen sollte man niedrig ansetzen und im ersten Jahr unter 22.000 € Umsatz und 9.000 € Gewinn bleiben. Wenn man direkt hoch ansetzt, kann es passieren, dass das Finanzamt schonmal eine Steuervorauszahlung will, obwohl man noch überhaupt nichts verdient hat. 

Sind diese beiden Schritte erledigt, kann man das Geschäftskonto bei einer beliebigen Bank eröffnen. Wer zusätzlich noch ein paar Euro einsparen will, sollte sich hier lieber an eine Online-Bank wenden, da stationäre Hausbanken meistens Gebühren für Kontoführung und Transaktionen verlangen. 

Diese drei Schritte kann man innerhalb von einem Tag abhaken. Anschließend dauert es ein bisschen, bis man vom Finanzamt seine Steuernummer bekommt. In der Zwischenzeit kann man sich aber schonmal an die Produktrecherche machen bzw. damit anfangen, Produkte für seinen Shop einzukaufen. 

Schritt 1: Die richtige Nische finden

Ein Ebay-Shop sollte immer ein bestimmtes Thema bedienen. Ansonsten wissen die Kunden nicht, was sie auf dem Shop finden und klicken nach kurzer Zeit wieder weg. So wird es schwer, langfristige Bestandskunden aufzubauen und sich als gefragter Verkäufer in einem bestimmten Bereich zu positionieren. 

Ein weiterer Grund für die Auswahl einer bestimmten Nische ist, dass man nach und nach selbst ein Experte im jeweiligen Bereich wird und somit die besten Angebote findet und seinen Kunden echten Support leisten kann. Der eigene Expertenstatus öffnet einem außerdem viele Türen im Online-Marketing, wie z.B. die Erstellung eines Newsletters oder das Betreiben eines Blogs. 

Bei der Auswahl einer Nische sollte man darauf achten, dass man mit dem entsprechenden Bereich auch wirklich etwas anfangen kann bzw. sich gerne damit beschäftigt. Wenn das Thema keinen Spaß macht, wird es schwierig sich gegen motivierte Seller zu behaupten. Bevor man also an eine analytische Marktrecherche geht, sollte man sich einmal alle Themen aufschreiben, die einen persönlich interessieren. 

Im nächsten Schritt sucht man auf Ebay nach verschiedenen Shops in diesem Bereich und prüft das Produktangebot sowie die Verkaufszahlen. Dabei stellt man sich die Frage, ob man den Shop langfristig übertreffen kann. Am Anfang spielt das noch keine so große Rolle, da man vermutlich mit gebrauchten Produkten bzw. Einzelstücken startet. Trotzdem sollte man seine Konkurrenz kennen, um z.B. gezielt nach Produkten zu suchen, die noch nicht so oft angeboten werden. 

Es gibt auch ein paar Nischen, die sich nicht so gut für den Einstieg eignen. Dazu gehören z.B. Produkte mit Altersbeschränkung, Gefahrgut, zerbrechliche oder besonders schwere und große Artikel. Diese Kategorien lassen sich zwar gut verkaufen, erfordern aber viel logistische Erfahrung. Besonders geeignet sind hingegen Sammlerartikel, Gebrauchtware und Markenware. Es gibt wahrscheinlich keinen anderen Marktplatz, auf dem man Gebrauchtware so schnell verkauft bekommt, wie auf Ebay. 

Der große Vorteil an Gebrauchtware ist, dass man zum Teil sehr günstig an die Produkte kommt, da man meistens bei privaten Verkäufern einkauft. Diese findet man z.B. auf dem Flohmarkt oder auf Ebay-Kleinanzeigen. Besonders geeignet sind Konvolute, also ganze Sammlungen bzw. Kisten mit Ware, die gebündelt abgegeben werden. 

ebay Produkte

Hier geht es zu einer ausführlichen Analyse der am besten geeigneten Produkte für Reselling: Mit Reselling Geld verdienen

Schritt 2: Gewerbliches Ebay-Konto einrichten 

Sobald man sich für einen Bereich entschieden hat, braucht man ein Ebay-Konto. Wichtig ist, sich für ein gewerbliches Konto zu entscheiden. Der Anmeldeprozess ist relativ selbsterklärend, allerdings gibt es ein paar Voraussetzungen, die man als gewerblicher Verkäufer beachten muss. Besonders relevant sind die Rechtstexte, also Impressum, AGB, Datenschutz und Widerrufsbelehrung. 

Links oben unter dem Profilnamen gelangt man zu den Kontoeinstellungen. Dort klickt man dann auf Verkäufereinstellungen und findet unter „Einstellungen für gewerbliche Verkäufer“ den Punkt „Rechtliche Informationen des Verkäufers in Angeboten anzeigen“. Dort kann man seine Rechtstexte in die entsprechenden Felder einfügen. Es gibt inzwischen viele Services, mit denen man zum Teil sogar kostenfrei abmahnsichere Texte erstellen kann. Ein guter Service hierfür ist jener der IT-Rechtskanzlei für 9,90 € pro Monat. 

Damit mit den Auszahlungen alles reibungslos funktioniert, braucht es noch eine gültige Kontoverbindung. Aufgrund des neuen Zahlungssystems reicht ein einziges Konto und man muss sich nicht selbst um die verschiedenen Zahlungsmethoden wie PayPal etc. kümmern. 

Schritt 3: Produkte finden 

Die Produktrecherche ist eine der Hauptaufgaben im Reselling. Es geht darum, auf diversen Marktplätzen nach interessanten Angeboten zu suchen, die man gewinnbringend in seinem eigenen Ebay-Shop verkaufen kann. Am Anfang sind besonders öffentliche B2C-Marktplätze relevant, auf denen es gebrauchte Produkte gibt, während später auch Großhandelsmarktplätze oder Hersteller eine wichtige Rolle spielen. Für den Anfang eignen sich folgende Möglichkeiten am besten: 

Flohmarkt: Auf dem Flohmarkt trifft man auf viele private Verkäufer, die ihre Sachen möglichst schnell loswerden wollen. Der Vorteil ist, dass der Kreis an Kunden auf dem Flohmarkt im Vergleich zu Ebay sehr klein ist, wodurch die Nachfrage für bestimmte Produkte insgesamt geringer ist. Dadurch kann man nicht dieselben Preise wie auf Ebay verlangen, wodurch der Flohmarkt zur idealen Ankaufmöglichkeit für Reseller wird. Die besten Angebote bekommt man, wenn man kurz vor Aufbau und Abbau auf den Flohmarkt geht. Kurz vor dem Start bekommt man die besten Produkte, und kurz vor Schluss die günstigen Preise, weil viele Verkäufer ihre Waren nicht wieder mit nachhause nehmen wollen. 

Ebay-Kleinanzeigen: Hierbei handelt es sich um die kleinere Version von Ebay, auf der hauptsächlich private Anbieter verkaufen, da der Verkaufsprozess so unkompliziert ist. Der Vorteil beim Produkteinkauf ist, dass der Käuferkreis ebenfalls kleiner als auf Ebay ist und man sehr schnell an günstige Angebote kommt. Die besten Angebote findet man, wenn der Filter auf deutschlandweit und neueste Angebote zuerst gestellt ist. Da man bei Ebay-Kleinanzeigen nicht sofort kauft, sondern die Verkäufer erst anschreiben muss und dann extern bezahlt, ist hier Schnelligkeit gefragt.

ebay Kleinanzeigen

Andere Marktplätze: Die eben genannten Marktplätze eignen sich deshalb so gut für den Einkauf, weil der Kundenkreis im Vergleich zu Ebay deutlich kleiner ist und private Anbieter oft sehr günstige Preise verlangen. Natürlich kann man auch auf anderen Marktplätzen wie Ebay selbst oder sogar Amazon (z.B. am Prime Day) gute Angebote finden. Hier wird es aber deutlich schwieriger und man sollte sich nur auf Produkte konzentrieren, mit denen man sich wirklich auskennt. Oft findet man interessante Angebote, wenn man nach Schreibfehlern sucht, Produkte sehr schlecht vermarktet werden (Bilder und Text) oder es sich um eine Auktion handelt, die zu einer ungünstigen Zeit (nachts oder unter der Woche am Vormittag) endet.

Um herauszufinden, ob sich der Kauf eines Produktes wirklich lohnt, kann man sich bei Ebay alle beendeten bzw. verkauften Artikel für einen bestimmten Suchbegriff anzeigen lassen. Das ist eine enorm mächtige Funktion, da man mit hoher Sicherheit im Voraus sagen kann, welche Produkte sich verkaufen und welche nicht. Besonders am Anfang sollte man diese Möglichkeit unbedingt nutzen, um sich keinem unnötigen Risiko auszusetzen. Dazu einfach das entsprechende Keyword in die Suchleisten eingeben, rechts neben der Suche auf Erweitert klicken und anschließend das folgende Feld ankreuzen.

In der App kann man sogar mit einem Barcode-Scanner arbeiten und z.B. im Einzelhandel oder auf dem Flohmarkt direkt prüfen, ob sich ein Produkt teurer verkaufen lässt. Der Verkaufspreis sollte ca. dreimal höher als der Einkaufspreis sein, damit man nicht nur sein Investment zurückbekommt, sondern neben Umsatzsteuer (nur ohne Kleinunternehmerregelung), Ebay-Gebühren und anderen variablen Kosten (z.B. Verpackungsmaterial) noch 20 – 30 % Gewinn übrig bleibt. Bei Gebrauchtwaren von privaten Verkäufern sind auch deutlich höhere Margen möglich. Um die maximale Übersicht zu behalten, legt man sich am besten eine Excel Datei an, in welcher die Einkaufspreise und alle weiteren Daten (z.B. Lagernummer, variable Kosten) dokumentiert werden. Wie man das genau macht, wird im Artikel zum Thema Reselling beschrieben: 

Eigene Produkte entwickeln: Für fortgeschrittenere Seller gibt es auch die Möglichkeit, eigene Produkte zu entwickeln. Das bedeutet, es wird ein eigenes Produkt kreiert, welches sich durch starke USPs (z.B. mehr Funktionalität, Design oder Lieferumfang) von den anderen Produkten im Markt abhebt. Dieses wird unter eigenem Markennamen von einem Produzenten in Deutschland oder Asien hergestellt und kann anschließend auf Ebay verkauft werden. Die Vorteile sind, dass man sich eine eigene Marke aufbauen kann, die langfristig auch außerhalb von Ebay funktioniert. 

Für eigens entwickelte Produkte ist Ebay jedoch nicht der optimale Marktplatz. Nach wie vor ist es so, dass Ebay eher eine Kundschaft anzieht, die entweder nach günstigen Preisen oder gebrauchten Produkten sucht. Die Entwicklung eines eigenen entwickelten Produktes beinhaltet jedoch viele verschiedene Arbeitsschritte, die nicht nur Arbeitszeit, sondern auch Kapital erfordern. Durch den höheren Kapitalaufwand muss der Verkaufspreis ebenfalls angehoben werden. Da Verkäufer auf Ebay zu 100 % selbst für die Abwicklung der Logistik verantwortlich sind und es verschiedene Gebührenmodelle gibt, die sich preislich an das Verkaufsvolumen anpassen, können große Seller deutlich geringere Verkaufspreise ermöglichen, mit denen kleinere Verkäufer nicht mehr mithalten können. 

ebay Händler werden

Eigens entwickelte Produkte erfordern also einen viel höheren Aufwand, verkaufen sich aber aufgrund des breiteren Kundenkreises und der Konkurrenz genauso gut oder sogar schlechter als Großhandelsware. Anders ist es auf Amazon. Wer nach Produkten auf Amazon sucht, möchte in der Regel ein neues Produkt kaufen und weiß, dass dieses nach einem Tag geliefert und jederzeit zurückgegeben werden kann. Da Verkäufer auf Amazon wenig Möglichkeiten haben, ihre Gebühren zu reduzieren und meistens ihre eigenen Produkte in neuem Zustand verkaufen, ist das Preisniveau insgesamt deutlich höher und ermöglicht reguläre Margen trotz der höheren Beschaffungskosten. 

Neben den Preisfaktoren bietet auch der Marktplatz an sich deutlich mehr Vorteile für junge Marken und eigene Produkte. Bereits ab den ersten Produkten kann man sich als professionelle Marke präsentieren und sein Produkt Millionen von Kunden ausspielen, die Amazon als Plattform vertrauen. Das bedeutet, die Entwicklung eines eigenen Produktes ist auf Amazon nicht nur für erfahrene Seller geeignet, sondern eine ideale Möglichkeit, um mit verhältnismäßig wenig Startkapital eine große Marke aufzubauen.

Schritt 4: ebay Shop eröffnen  

Sobald man die ersten 50-100 Produkte beisammen hat, kann man seinen Shop eröffnen und Angebote schalten. Die Voraussetzung dafür ist, dass man sich bereits auf ein bestimmtes Thema spezialisiert hat. Unter Ebay.de > Mein Konto > Abonnements > Ebay Shops gelangt man zur Auswahl der verschiedenen Abosysteme. Am Anfang reicht auf jeden Fall der Basis Shop für 39,95 €.  

Mit einem Klick kann man das entsprechende Paket abonnieren und den Shop erstellen. Für die Gestaltung steht ein einheitliches Template zur Verfügung, welches für alle Ebay-Shops gleich ist. Dieses besteht aus einem Logo bzw. Profilbild, einem Banner, einer Liste der besten 4 Angebote und verschiedenen Shopkategorien. Unter Ebay.de > Verkaufen > Marketing > Ebay Shop > Shop bearbeiten kann man diese Optionen bearbeiten. 

Name: Für seinen Shop kann man sich einen beliebigen Namen ausdenken. Ideal ist natürlich, wenn dieser etwas mit der entsprechenden Nische zu tun hat. Besonders, wenn man sein Geschäft später um eine eigene Website erweitern oder unter seinem Name eigene Produkte verkaufen möchte, ist ein kurzer und prägnanter Name wichtig. 

Profilbild: Dieses Feld ist dazu gedacht, ein kleines Bild mit eigenem Logo einzufügen. Da die meisten Kunden am Anfang hauptsächlich über die Ebay-Suche zum Produkt gelangen und nur selten auf den Shop klicken, sollte man hier nicht zu viel Geld investieren. Über Fiverr oder 99designs kann man sich für wenig Geld ein professionelles Logo gestalten lassen, welches definitiv alle Funktionen für einen Ebay-Shop erfüllt. 

Banner: Der Shop-Banner steht über dem Shop und wird vom Kunden als erstes gesehen. Hier kann man nochmal kurz und prägnant zeigen, worum es bei dem Shop geht. Dafür eignet sich z.B. ein gutes Bild mit einem kurzen Text, z.B. einem Slogan. Geeignete Bilder findet man u.a. Pexels.com oder Unsplash. Kostenpflichtige Alternativen sind Istock oder Shutterstock. Die Bearbeitung kann man entweder über Fiverr machen lassen oder mit Canva (sehr einfaches Online-Tool) selbst übernehmen. 

Kategorien: Wenn man viele verschiedene Artikel online hat, sollte man Shop-Kategorien einrichten. So kann Kunden sich gezielt die Produkte anzeigen lassen, die ihn interessieren, während sie ohne Kategorien nur durch alle Angebote scrollen können. Die Kategorien lassen sich wiederum mit weiteren Unterkategorien versehen, sodass alle Angebote sehr klar zugeordnet werden können. Besonders bei Kleidung ist das wichtig, da die Klassifizierung beim Geschlecht beginnt und sich erst dann in T-Shirts, Hosen etc. aufteilt. Die Kategorien kann man unter Ebay.de > Verkaufen > Marketing > Ebay Shop > Shop verwalten > Shop Kategorien bearbeiten. 

Beschreibung: In diesem Feld kann man seinen Shop in maximal 1.000 Zeichen beschreiben. Der Text hat auch eine Relevanz für Suchmaschinen, weshalb man seine wichtigsten Keywords unterbringen sollte. Da die meisten Kunden sich diesen Text nicht ganz durchlesen und bei Google nur die ersten paar Sätze ausgespielt werden, ist es vorteilhaft, besonders die ersten Zeilen Verkaufs-psychologisch zu optimieren. 

Schritt 5: Produkte einstellen

Sobald der Ebay-Shop fertig eingerichtet ist, können die ersten Produkte hochgeladen werden. In der folgenden Anleitung wird Schritt für Schritt erklärt, wie man die einzelnen Felder am besten ausfüllt. Zum Schluss gibt es noch ein paar Tipps, um den Workflow langfristig zu beschleunigen.  

  1. Erstmal prüfen, ob es auf Ebay schon gleiche oder sehr ähnliche Angebote gibt und das Produkt mit der größten Ähnlichkeit anklicken. Wenn es gerade keine ähnlichen Angebote gibt, direkt mit Schritt 3 weitermachen. 
  2. Auf dem Listing auf „Ähnlichen Artikel verkaufen“ klicken. Die drei nächsten Schritte können übersprungen werden. Es geht bei 6. weiter. 
  3. Auf der Startseite ganz oben rechts befindet sich ein Button mit der Aufschrift „Verkaufen“. Auf diesen Butten klicken, um fortzufahren. 
  4. Im Verkäufer-Dashboard auf das blaue Feld „Angebot erstellen > Einzelangebot“ klicken. Nun sollte ein Eingabefeld erscheinen.
  5. Wenn man Produkte mit EAN-Nr. oder ISBN-Code (Bücher) verkauft, sollte die Nummer in das Eingabefeld eingegeben werden, ansonsten eine kurze Beschreibung des Produktes, z.B. T-Shirt Herren Schwarz Adidas
  6. Jetzt erscheinen verschiedene Kategorie-Optionen. Aus der Liste die passendste Kategorie für das jeweilige Produkt auswählen und anklicken. 
  7. In das erste Feld muss ein sorgfältig gewählter Titel eingegeben werden. 

Der Titel: Der Titel eines Angebots ist der wichtigste Faktor, um mit seinem Produkt in den Ebay-Suchergebnissen gefunden zu werden. Es sollten also alle wichtigen Keywords in den möglichen 80 Zeichen enthalten sein. Bevor man den Titel erstellt, führt man bestenfalls eine Keyword-Recherche durch. Dafür gibt es Ebay-Tools, wie z.B. Baygraph. Man kann sich aber auch die Titel der höchstplatzierten Konkurrenz anschauen und entsprechende Keywords in den eigenen Titel kopieren. 

Besonders bei Neuware in größeren Mengen, ist ein 100 % optimierter Titel wichtig. Bei gebrauchten Einzelstücken würde eine ausführliche Keyword-Recherche wahrscheinlich zu viel Zeit in Anspruch nehmen. 80 Zeichen sind nicht viel Platz und man sollte bei der Formulierung wirklich den ganzen Platz für relevante Keywords nutzen. Lesbarkeit ist zwar auch wichtig, gehört aber nicht zu den wichtigsten Faktoren. Das bedeutet, auf Füllwörter wie der, die, das, für etc. und Satzzeichen (Bindestriche, Klammern etc.)  kann verzichtet werden, sofern Kunden diese nicht explizit in die Suchanfragen integrieren. Auch selbstverständliche Ergänzungen wie „Lippenstift für Damen“ haben keine positive Auswirkung auf das Ranking in den Suchergebnissen. 

Untertitel: Für ca. 1,79 € kann man einen Untertitel hinzufügen, der in den Suchergebnissen unter dem Titel angezeigt wird. Bei gebrauchten Artikeln macht das meistens keinen Sinn, kann sich aber durchaus lohnen, wenn man ein Angebot mit größeren Stückzahlen erstellt. Die 1,79 € fallen nur einmalig für die Angebotserstellung an. Emojis sind hier eine gute Möglichkeit, um die Aufmerksamkeit auf das eigene Angebot zu lenken.

SKU: Hier kann die Lagernummer eingegeben werden. Bei den ersten Testartikeln spielt das aber noch keine wichtige Rolle.  Die Bestandseinheit (SKU) ist die Lagernummer des Produkts. Bei den ersten 50-100 Produkte spielt dieses Feld noch keine große Rolle, da man ein sehr übersichtliches Lager hat. Wenn man aber z.B. 500 T-Shirts in verschiedenen Größen von diversen Marken verkauft, kann eine SKU den Workflow um einiges beschleunigen. Anstatt jedes bestellte T-Shirt auf Farbe, Marke und Größe zu prüfen, lassen sich die Artikel einfach anhand ihrer Lagernummer identifizieren, die im besten Fall sichtbar auf den Produkten angebracht wird. Hier sollte man natürlich nicht willkürliche Nummer erstellen, sondern mit einem klaren System arbeiten. 

Das bedeutet, man teilt seine Produkte in verschiedene Produktkategorien und Unterkategorien ein (man kann diese auch einfach aus dem Shop übernehmen) und überlegt sich für jede Kategorie ein Kürzel. Wer zum Beispiel Kleidung verkauft, kann die Kategorie T-Shirt mit TS abkürzen. Je nachdem, wie man seine Kategorien festgelegt hat, lassen sich T-Shirts z.B. in Geschlecht und Marke unterteilen. Diese kürzt man ebenfalls ab, sodass die SKU für ein Damen T-Shirt von Nike TS-D-NK-01 lauten könnte. 

Da man natürlich mehrere Damen T-Shirts von Nike im Lager haben kann, wird innerhalb der Unterteilung noch eine Nummer vergeben, in dem Fall die 01 für das erste Damen T-Shirt von Nike. Wenn man sich ein richtiges Lager einrichtet, würde man dieses nach genau demselben Prinzip sortieren und beschriften. Das heißt, alle T-Shirts sind in einer Abteilung und dort nach Geschlecht und Marken sortiert. So findet man auch bei hunderten Produkten, immer die richtige Bestellung. 

Kategorie: Die Kategorie wurde bereits am Anfang festgelegt. Man kann natürlich nochmal prüfen, ob es eventuell eine besser passende Kategorisierung gibt, indem man auf Kategorie ändern klickt und bei Kategorie suchen sein Hauptkeyword eingibt. Gegen eine Gebühr von ein paar Cent lässt sich auch noch eine zweite Kategorie hinzufügen. 

Shop-Kategorien: Hier kann man sein Angebot Kategorie auf Ebay zuweisen. 

Varianten: Wenn man einzelne Produkte verkauft, kann dieses Feld leer gelassen werden. Es gibt jedoch die Möglichkeit, zum Beispiel T-Shirts mit unterschiedlichen Größen über ein Angebot zu verkaufen. Varianten können auch verschiedene Mengen, Bundles oder Farben sein. Grundsätzlich muss es sich um dasselbe Produkt in einer anderen Variante handeln. Für den Anfang spielt diese Option wahrscheinlich noch keine Rolle, weshalb in diesem Artikel nicht ausführlich auf die Erstellung von Varianten eingegangen wird. 

EAN: Wenn das Produkt eine EAN hat, kann man diese hier eingegeben. 

Zustand: Der Zustand gibt an, ob das Produkt neu oder gebraucht ist. Je nach Kategorie gibt es noch zusätzliche Optionen wie defekt oder generalüberholt. Bei gebrauchten Artikeln sollte man immer eine kurze Zustandsbeschreibung hinzufügen (das Feld öffnet sich automatisch). Hier reicht es auch Neuwertig oder guter Zustand zu schreiben. Wenn es sichtbare Mängel gibt, sollten diese auf jeden Fall genannt werden. 

Fotos: Auf Ebay kann man insgesamt 15 Fotos hochladen. Das ist ziemlich viel und man muss diesen Platz definitiv nicht komplett ausfüllen. Gerade bei gebrauchten Artikel reichen oft 2-5 Bilder, je nach Komplexität des Produktes. 

Produktfotos: Professionelle Bilder sind das A und O, wenn man erfolgreich im E-Commerce verkaufen will. Kunden entscheiden anhand des Titelbilds, ob sie auf ein Listing klicken oder nicht und auch die Kaufentscheidung wird stark von den übrigen Bildern beeinflusst. Wenn man Neuware in großen Stückzahlen verkauft, also wirklich ein professionelles Angebot braucht, sollte man etwas mehr Zeit und Geld in seine Produktbilder investieren. Gebrauchte Produkte können mit einem einigermaßen professionellen Setting schon ausreichende Ergebnisse erzielen. 

Das Produkt sollte klar erkennbar vor einem weißen Hintergrund platziert werden, gut belichtet sein und in hoher Auflösung fotografiert werden. Das ist am Anfang natürlich nicht so einfach, weil gutes Equipment Geld kostet. Mit einer weißen Wand oder im besten Fall einer Fotobox (kostet ca. 50 € bei Amazon) sowie einem Smartphone, kann man am Anfang Bilder produzieren. Wichtig ist hier ebenfalls ein optimierter Workflow, damit man bei diesem Schritt nicht zu viel Zeit verliert. Mehr zum Thema Produktbilder gibt es in diesem Artikel: Exzellente Produktfotos

Artikelmerkmale: Die Artikelmerkmale variieren je nach Kategorie und listen dem Kunden nochmal tabellarisch die Eigenschaften des Produktes auf. Viele Merkmale müssen hinzufügt werden, einige sind freiwillig. Für optimale Sichtbarkeit sollte man aber alle Merkmale ausfüllen, da Kunden ihre Suchergebnisse zum Teil nach diesen filtern. 

Artikelbeschreibung: Die Beschreibung ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des Listings. Auch hier sollte man sich besonders Mühe geben, wenn man ein Listing langfristig aufsetzt. Ebay bietet seinen Verkäufern den Vorteil, die Beschreibung individuell über HTML zu gestalten. Die Mühe muss man sich als Reseller erstmal nicht machen, da die Erstellung einer Produktbeschreibung über HTML viel Zeit in Anspruch nimmt. Trotzdem sollte man zumindest mit der erweiterten Beschreibung arbeiten, in der man einige grundsätzliche Möglichkeiten zur Textformatierung hat (Farbe, Größe, Stil, Schriftart etc.). 

Es gibt auch die Möglichkeit mit Vorlagen zu arbeiten, die man entweder kostenlos oder kostenpflichtig im Internet bekommt. In diesem Fall erstellt man die Beschreibung über ein Vorlagen-Tool, welches einem automatisch den passenden HTML-Text generiert. Das ist aber ebenfalls nicht unbedingt relevant für die ersten Angebote. Damit man die Beschreibung trotzdem gut füllen kann und pro Produkt nicht so viel Arbeit hat, kann man sich für die verschiedenen Kategorien Mustertexte erstellen und in die Beschreibung einfügen. Man könnte z.B. etwas über das Unternehmen erzählen, dazu auffordern den Shop zu besuchen und über den Ebay-Käuferschutz aufklären, also nochmal alles erwähnen, was sich positiv auf das Kauferlebnis der Kunden auswirkt. 

Wenn man auf Google nach Ebay Template sucht, findet man eine Vielzahl von möglichen HTML-Vorlagen in den unterschiedlichsten Varianten. Eine kostenlose Möglichkeit ist z.B. die Vorlage von eselt.de.  

Es ist ebenfalls möglich, ein Video in die Artikelbeschreibung einzubetten. Dafür braucht man aber eine externe Seite (z.B. mit WordPress), auf der das Video hochgeladen wird. Anschließend kann man es mit folgendem Code in die HTML-Beschreibung des Ebay-Listings einbetten. 

<video width=„320“ height=„240“ controls=““>

<source src=„LINK“ type=“video/mp4″>

<p>Name</p>

</video>

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die mobile Kurzbeschreibung, die allen mobilen Nutzern angezeigt wird. Da es kein extra Feld gibt, um die diese Beschreibung zu gestalten, wird sie von den meisten Sellern nicht weiter beachtet. In dem Fall erstellt Ebay automatisch einen Text aus der Artikelbeschreibung, der nicht unbedingt leserlich oder SEO-relevant formuliert ist. Über folgenden HTML-Code kann die mobile Kurzbeschreibung selbst festgelegt werden: 

<div vocab=“https://schema.org/“ typeof=“Product“ style=“display:none“><span property=“description“> selbstgewählte Kurzbeschreibung von maximal 800 Zeichen </span></div>

Angebotsformat: Im nächsten Schritt geht es um die verschiedenen Details des Angebots, also Preis, Angebotsformat und  Versand. Zunächst kann man sich zwischen Auktion und Festpreis entscheiden. Eine Auktion geht zwischen 3 und 10 Tagen, während ein Festpreisangebot bis zu 30 Tage online ist, bevor es wiedereingestellt wird. 

Start am: Wenn man möchte, kann das Angebot zu einem bestimmten Zeitpunkt gestartet werden. Diese Funktion ist aber eher für Auktionen relevant, bei denen sich das Enddatum inkl. der Endzeit auf den Verkaufspreis auswirkt. Wenn eine Auktion z.B. Sonntagabend um 20:00 endet, können mehr Kunden mitbieten, als montags um 10:00. Bei einer Auktion würde man den Startpunkt also z.B. auf Sonntag 20:00 Uhr und die Auktionsdauer auf 7 Tage festlegen. 

Preis: In das dieses Feld trägt man seinen definierten Preis ein. Der Preis sollte vorher genau kalkuliert werden und alle Kosten berücksichtigen. Dazu gehören ggf. Umsatzsteuer, ein Werbebudget, Ebay-Gebühren und der Einkaufspreis. Wenn man seinen Preis definiert hat (mind. 20-40 % Marge) kann man diesen noch etwas auf- oder abrunden, um eine angenehme Zahl zu erhalten. Das bedeutet, wenn der kalkulierte Preis bei 10,05 € liegt, rundet man diesen lieber auf 9,99 € ab. Bei Preisen wie 10,61 € kann es sogar Sinn machen auf 11,99 € aufzurunden, weil der Preis ansehnlicher ist. 

Tipp: Viele Kunden kaufen eher, wenn der Versand kostenlos ist. Manchmal lohnt es sich also, mehr für das Produkt zu verlangen und die Versandkosten mit in den Preis einzubeziehen. Besonders bei kleineren Produkten mit Briefversand nehmen Kunden bei kostenlosem Versand gerne einen etwas höheren Preis in Kauf. 

MwSt.: Je nachdem, was man verkauft, fällt ein Mehrwertsteuersatz von 7 % oder   19 % an. Wenn man die Kleinunternehmerregelung nicht in Anspruch nimmt, muss dieser in das jeweilige Feld nach dem Preis eingetragen werden. 

Alle weiteren Felder im Bereich Preis sind relativ selbsterklärend. Wichtig ist, dass man eine Rückgabe von mind. 14 Tagen einstellt. Die Retoure kann entweder vom Kunde oder dem Verkäufer bezahlt werden. Hier steht es einem frei zu entscheiden, wie sehr man seinen Kunden entgegenkommen möchte. Am besten probiert man einfach mal aus, wie sich ein längeres Rückgaberecht auf die Retourenquote und die Verkäufe auswirkt. 

Internationale Rücknahme: Diesen Haken zu setzen, macht am Anfang wenig Sinn. Internationale Sendungen können schnell so teuer werden, dass eine vollständige Erstattung des Kaufpreises günstiger wäre. Für Waren innerhalb der EU fallen z.B. 9,95 € an, während Sendungen in die Schweiz oder andere Drittländer bei knapp 20 € anfangen. Kommt es zu einer Retouren-Anfrage im internationalen Raum, kann man z.B. eine 50 % Erstattung anbieten und der Kunde darf das Produkt behalten. Ist er damit nicht einverstanden, muss man sich ausrechnen, ob sich eine Rücksendung überhaupt lohnt oder den Kunden die Versandkosten zahlen lassen. Das muss natürlich vorher in den AGBs erwähnt werden. 

Inlandsversand: Jetzt geht es mit den Versandweiter. In den Einstellungen zum Inlandsversand können die verschiedenen Bedingungen für einen Versand innerhalb Deutschlands eingestellt werden. Unter Services steht einem eine Reihe verschiedener Versandmethoden zur Verfügung.

Je nach Größe und Schwere des Produkts kann man sich für eine Variante entscheiden und den entsprechenden Preis festlegen. Dabei darf man nicht vergessen, das Verpackungsmaterial in die Versandkosten zu integrieren. Die verschiedenen Preise findet man auf der Seite von der Deutschen Post und DHL. Teurere Produkte sollten immer mit Sendungsnummer verschickt werden, da es bei der Post immer zu verlorenen Sendungen kommen kann, die ohne Sendungsnummer meist nicht wiedergefunden werden.

Internationaler Versand: Seit Juli 2021 gilt das sogenannte OSS-Verfahren, welches aufgrund der neuen EU-Lieferschwelle in Kraft getreten ist. Die Lieferschwelle ist der maximale Betrag, den ein Unternehmer im EU-Ausland umsetzen darf, ohne sich im jeweiligen Land steuerlich registrieren zu müssen.

Durch das neue Verfahren gilt eine Höchstgrenze von 10.000 € für alle EU-Länder zusammen. Heißt, wer 5.000 € in Italien und 5.000 € in Spanien umsetzt, muss sich für das OSS-Verfahren registrieren oder in jedem weiteren Land mit Umsätzen ein weiteres Unternehmen anmelden. Es ist also kein Problem, den internationalen Versand zu aktivieren, man sollte aber unbedingt seine Umsätze im Ausland tracken und sich ab 10.000 € entweder mit einem Steuerberater für das OSS-Verfahren registrieren oder den internationalen Versand deaktivieren. Über den Porto-Rechner von DHL findet man die Versandkosten für die entsprechenden Länder heraus. 

Tipp: Um sich die Arbeit zu erleichtern, kann man folgende Einstellungen treffen: im ersten Feld (Versand nach) legt man die Einstellung auf Standort auswählen und kreuzt Europa an. Jetzt gibt man die Versandkosten ein, die sich in den verschiedenen EU-Ländern nicht unterscheiden. Im nächsten Punkt Zusätzliche Lieferorte: Kosten auf Anfrage nimmt man die Option Versand in alle Länder (weltweit). So muss man die individuellen Versandkosten erst heraussuchen, wenn sie vom Kunden angefragt werden. 

Paketgewicht und Abmessungen: Hier kann man noch weitere Details zur Sendung eingeben. Diese Felder können auch leer gelassen werden.  

Lieferorte ausschließen: Hier können Lieferorte ausgeschlossen werden. Es gibt einige Gegenden, die sich für den Versand nicht besonders gut eigenen. Dazu gehören z.B. Russland, Asien oder Amerika. Der Grund ist, dass die Versandkosten sehr hoch sind, es zu Problemen beim Zoll kommen kann (man muss meist vorher eine Zollerklärung ausfüllen) und das Verlustrisiko der Sendung sehr hoch ist. Wer sich diese Arbeit ersparen möchte, kann in diesem Feld alle Regionen auswählen, die nicht beliefert werden können.

Anzeigen: Bei Ebay gibt es die Möglichkeit, sein Angebot gegen eine individuelle Gebühr weiter oben ausspielen zu lassen. Die Gebühr ist ein selbst festgelegter Prozentsatz vom Verkaufspreis. Je höher dieser ist, desto weiter oben wird man ausgespielt. Wenn ein Kunde auf das Produkt klickt und es kauft, wird diese Gebühr automatisch abgezogen. Bei gebrauchten Einzelstücken macht Werbung in den meisten Fällen nicht wirklich Sinn, da die Marge zu klein ist und man sein Listing durch die geringe Stückzahl nicht langfristig pushen kann. Wenn man aber Festpreisangebote mit hohen Stückzahlen hat oder die Marge besonders gut ist, sollte man diese Option definitiv nutzen, um seine Verkäufe anzukurbeln. 

Multi-Rabatt: Zu guter Letzt kann man noch einen Mengenrabatt für seine Produkte festlegen. Insgesamt können drei Rabatte in Prozent für 2, 3 oder 4 Produkte eingestellt werden. Wenn man also 10 % Rabatt ab zwei Produkten auswählt, bekommt der Kunde 10 % Rabatt, sobald er zwei Produkte in den Warenkorb legt. Der Multi-Rabatt wird ganz oben direkt unter Titel und Untertitel angezeigt. 

Zum Schluss klickt man auf Zu genannten Gebühren einstellen und schaltet das Angebot online. 

Die Angebotserstellung auf Ebay ist eine sehr zeitfressende Arbeit, wenn man die verschiedenen Felder für jedes Angebot immer wieder neu ausfüllt. Es gibt jedoch ein paar Tricks, um die Arbeit deutlich zu verkürzen. Da man sich auf ein bestimmtes Thema festlegt, verkauft man vermutlich immer wieder ähnliche Artikel. Wer z.B. Kleidung verkauft, wird immer wieder T-Shirts oder Hoodies verkaufen. Für jede Oberkategorien kann man sogenannte Angebotsvorlagen erstellen, welche mit den passenden Einstellungen für die entsprechende Kategorie versehen werden. So braucht man in Zukunft nur noch die jeweiligen Details zu ändern, wodurch sehr viel Zeit eingespart werden kann. 

Vorlagen kann man unter Ebay > Verkaufen > Angebotsvorlagen > Neue Vorlage erstellen oder aus einem aktiven Angebot heraus generieren. Dafür in der Liste aller aktiven Angebote auf den kleinen grauen Pfeil nach unten (unter Aktionen) klicken und Als Vorlage speichern auswählen. Wenn man ein Angebot aus einer Vorlage heraus erstellen will, klickt man bei der jeweiligen Angebotsvorlage ebenfalls auf den kleinen Pfeil nach unten und wählt Angebot erstellen aus. Insgesamt kann man bis zu 50 Vorlagen speichern.

Schritt 6: Buchhaltung als Ebay-Seller 

Dieser Punkt ist sehr wichtig und sollte keinesfalls missachtet werden, da man als gewerblicher Verkäufer immer zur Steuererklärung und Gewinnermittlung verpflichtet ist. Vereinfacht gesagt bedeutet Buchhaltung, dass man alle Transaktionen anhand der Eingangsrechnungen und Ausgangsrechnungen nachweisen kann. So kann dem Finanzamt bewiesen werden, dass es sich bei den Einnahmen um Verkäufe und bei den Ausgaben um Geschäftsausgaben handelt. Der erste wichtige Schritt bei der Buchhaltung ist also, alle Rechnungen aufzubewahren. 

Wie schon erwähnt, müssen aber auch Ausgangsrechnungen erstellt werden. Das heißt, für jeden Verkauf muss der Kunde eine entsprechende Rechnung erhalten. Würde man diese selber erstellen, wäre das eine enorme Arbeit und ab einer bestimmten Anzahl von Verkäufen kaum machbar. Aus diesem Grund gibt es Tools, die buchhalterisch korrekte Rechnungen automatisch erstellen und abschicken, sobald ein Kunde ein Produkt bestellt hat. Eines der besten Tools in diesem Bereich ist Easybill, mit welchem man individuelle Vorlagen erstellen kann und neben Ebay noch viele andere Schnittstellen hat (langfristiger Vorteil). Das Plus-Paket mit bis zu 500 Bestellungen im Monat kostet monatlich 19 € und ist eine wichtige Investition. Easybill hat einen sehr zuvorkommenden Support, welcher einem gerne bei der Einrichtung des Accounts hilft. 

Da man das Geld der Kunden nicht direkt aufs Konto bekommt, sondern regelmäßig Auszahlungen von Ebay erhält, braucht man für die monatliche Buchhaltung zusätzlich entsprechende Berichte, die den ausgezahlten Betrag erklären. Hierfür sollte man sich auf jeden Fall einmal mit einem Steuerberater kurzschließen und nachfragen, welche Berichte erforderlich sind. Es gibt auch ein Tool namens PayJoe, welches diese Problematik regelt. 

Die Buchhaltung führt man am besten im monatlichen Rhythmus aus und legt sich eine entsprechende Ordnerstruktur auf dem Rechner an. Also für jeden Monat einen Ordner für Ausgangsrechnungen, Eingangsrechnungen, Berichte und Kontoauszüge. Die Ausgangsrechnungen kann man sich monatlich aus dem Tool herunterladen, während die Eingangsrechnungen händisch einsortiert werden müssen. Ab einer gewissen Anzahl an Belegen kann man diese Arbeit auch über ein Tool wie Getmyinvoices automatisieren. 

Die jährliche Steuererklärung und Gewinnermittlung sollte man am besten von einem Experten, also einem Steuerberater erledigen lassen. Der Raum für Fehler ist besonders im Online-Handel sehr groß und diese können im Bereich Steuern schwerwiegende Folgen haben. Mit einem Steuerberater, der sich wirklich im E-Commerce auskennt, sollte das nicht passieren und man muss sich nicht in dem Umfang mit solchen Themen beschäftigen. Steuerberater müssen heutzutage nicht mehr aus derselben Region, da im E-Commerce ohnehin digital zusammengearbeitet wird. 

Schritt 7: Logistik bei ebay

Die wesentlichen Aufgaben im Bereich der Logistik sind das Lagern, Verpacken und Versenden von Waren. Wie man Waren anhand einer SKU einlagern kann, wurde ja bereits im obigen Abschnitt erklärt. Für die weiteren logistischen Schritte sollte man sich am besten an einen vorher festgelegten Workflow halten, um den Prozess so schnell wie möglich abzuwickeln. Der Workflow einer Bestellung umfasst folgende Arbeitsschritte:

  • Heraussuchen der Ware aus dem Lager. 
  • Herrichtung des Verpackungsmaterials.
  • Ware verpacken und Karton zukleben. 
  • Anbringen eines Versandetiketts. 
  • Sendungen zum Logistiker bringen. 

Bei 1-2 Bestellungen pro Tag kann man an den Arbeitsschritten noch recht wenig optimieren. Ab 10 Bestellungen macht es aber Sinn, sich die einzelnen Schritte genauer anzuschauen und zu optimieren. Am Anfang reicht es in der Regel aus, sich auf drei Versandmaterialien zu beschränken, nämlich Großbrief, Päckchen und Paket. Diese sollte man immer auf Lager haben. Im Ebay-Shop Verpackungsexpress24 findet man diverse Faltkartons, Briefumschläge und weiteres Equipment zu sehr fairen Preisen. 80 Päckchen kosten z.B. 26 €. 

Versandetiketten können direkt über Ebay erstellt und bezahlt werden. So spart man sich das manuelle Schreiben von Versandetiketten sowie das Einscannen von Post-Belegen in Papierform. Dafür klickt man nach einer Bestellung einfach auf den kleinen Pfeil nach unten und wählt die Option Versandetikett drucken aus. Anschließend entscheidet man sich für eine Versandmethode und bezahlt das Etikett über Paypal. 

Ebay Fulfillment – Versand durch Ebay 

Ebay bietet seinen Händlern auch die Möglichkeit, Sendungen über einen Fulfillment-Center abwickeln zu lassen. Das funktioniert so, dass man seine Produkte in ein externes Lager schickt und diese dort gegen eine Gebühr lagern, verpacken und verschicken lässt. Für Verkäufer mit großen Produkten oder hohen Lagermengen ist das natürlich ein großer Vorteil, da viel Zeit und Geld eingespart werden kann. Fulfillment by Ebay eignet sich aber nur für Seller, die Neuware verkaufen und große Stückzahlen ihrer Produkte auf Lager haben. 

Der Service weist Ähnlichkeiten zum Amazon FBA Modell auf, hat aber noch ein paar Nachteile. So müssen Händler z.B. mit einem Warenwirtschaftssystem arbeiten, da Ebay das Fulfillment nicht selbst anbietet, sondern mit einem großen Anbieter in diesem Bereich kooperiert. Zusätzlich sind die Kosten deutlich höher als bei Amazon FBA, was sich natürlich negativ auf die Gewinnmarge auswirkt. Eine detaillierte Kostenübersicht gibt es hier: Fulfillment-Kosten Orange Connex. 

Skalierung des Ebay-Shops 

Die Skalierung auf Ebay funktioniert nur über weitere Angebote. Je mehr Angebote man online hat, desto mehr Geld kann man verdienen. Am Anfang sind die Skalierungsmöglichkeiten relativ begrenzt und man wird viel damit zu tun haben, nach guten Angeboten auf Ebay-Kleinanzeigen oder Flohmärkten zu suchen und diese als Einzelstücke einzustellen. Mit der Zeit hat man natürlich mehr Geld zur Verfügung, um auch mal in Neuware zu investieren, die man in größeren Mengen anbietet. Der Vorteil an diesen Angeboten ist, dass man sie nur einmal erstellen muss, immer weiter optimieren kann und sich somit eine konstante Einnahmequelle aufbaut, die nur eine Produktrecherche erfordert. 

Im B2B-Bereich spielen gute Kontakte eine sehr wichtige Rolle, da größere Geschäfte oft auf persönlicher Ebene mit individuellem Angebot abgeschlossen werden. Wenn man sich also einen guten Kontakt zu einem Großhändler in der eigenen Nische aufbaut, kann man sehr davon profitieren und z.B. exklusive Deals, besondere Zahlungskonditionen oder eine Bevorzugung bei neuen Angeboten erhalten. Es gibt diverse Möglichkeiten, um an solche Kontakte heranzukommen. In den meisten Fällen geschieht das über einen B2B-Marktplatz, auf dem Großhändler ihre Waren anbieten. Dazu gehören z.B. Merkandi oder Restposten.de.

Ein großer Lagerbestand erfordert ein größeres Lager und verursacht entsprechend deutlich höheren Logistik-Aufwand. Irgendwann stellt sich also die Frage, ob man den Fulfillment-Service in Anspruch nehmen möchte oder einen Mitarbeiter für die Verpackung und den Versand der Waren einstellt. Diese Entscheidungen sollte man wie alle strategischen Entscheidungen nicht nach Bauchgefühl, sondern durch Abwägung von Kosten und Nutzen treffen.  

Wichtige Funktionen für ebay Verkäufer

Ebay bietet deutlich mehr Möglichkeiten, als bisher in diesem Artikel genannt wurden. In diesem Abschnitt geht es um die Navigation im Verkäuferkonto sowie die wichtigsten Funktionen und Möglichkeiten für Ebay-Verkäufer. Über den Button Verkaufen gelangt man von der Startseite in das Verkäuferkonto. Von hier aus wird alles gesteuert, was innerhalb von Ebay passiert. 

Unter dem Menüpunkt Übersicht findet man eine Auflistung der wichtigsten aktuellen Informationen. Man sieht auf einen Blick, ob es überfällige Aufgaben gibt, kann den eigenen Verkäuferstatus einsehen und die Umsätze der letzten Tage und Monate verfolgen. Von hier aus steuert man sein Geschäft sozusagen aus der Vogelperspektive und kann anfallende Aufgaben schnell abarbeiten. 

Unter Bestellungen findet man eine Auflistung aller Bestellungen, die man nach bestimmten Kriterien sortieren kann. Dieser Menüpunkt ist besonders wichtig, wenn man seine Bestellungen versendet oder eine ältere Bestellung aufrufen möchte, um z.B. eine Erstattung zu veranlassen. Die jeweiligen Optionen findet man über den kleinen Pfeil nach unten neben Versandetikett kaufen

Der Menüpunkt Angebote ist ebenfalls eine sehr wichtige Seite mit vielen Möglichkeiten. Hier werden alle aktiven Angebote angezeigt und können auf Wunsch geändert und bearbeitet werden. Über den aktiven Angeboten werden einem sogenannte Schnell-Filter angezeigt, anhand derer man sieht, welche Angebote aktuell optimiert werden können. Klickt man auf einen dieser Punkte, werden einem die entsprechenden Produkte angezeigt und man kann diese mit wenigen Klicks gesammelt bearbeiten. 

Eine besonders starke Funktion ist das Senden von Preisvorschlägen. Sobald Kunden ein Angebot beobachten, kann man diesen direkt einen persönlichen Preisvorschlag senden, der für 48h gültig ist. Der Käufer kann in dieser Zeit einen Gegenvorschlag machen, oder den Preisvorschlag akzeptieren. So können die Sales nochmal stark gepusht werden.

Unter dem Punkt Automatisierung, gibt es noch eine nützliche Funktion, mit welcher alle Kunden automatisch gut bewertet werden. Das heißt, wenn ein Kunde etwas kauft, wird automatisch eine positive Rezension an den Käufer geschrieben. Dieser sieht, dass er gut bewertet wurde und ist eher dazu geneigt, ebenfalls eine positive Rezension zu schreiben. Für die Aktivierung unter Einstellungen > Automatisierung einfach folgende Häkchen setzen und anschließend die Bewertungstexte unter gespeicherte Kommentare bearbeiten. 

Marketing auf ebay – Tipps für ebay Händler

Der Menüpunkt Marketing beinhaltet alle wichtigen Funktionen, um Ebay-Produkte mit zusätzlichen Methoden zu vermarkten. Grundsätzlich gibt es die Möglichkeiten, seine Produkte über Anzeigen höher zu platzieren und eigene Sonderaktionen oder Verkaufsaktionen zu erstellen. Was das ist und wie man das macht, wird in diesem Abschnitt erklärt. Der erste Bereich in der Übersicht ist Branding, unter welchem man seinen Shop bearbeiten kann. Wie man das macht, wurde ja bereits weiter oben erklärt. 

Interessanter ist der Bereich Merchandising > Verkaufsaktionen, wo einem unter Verkaufsaktion erstellen verschiedene Vermarktungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen: 

Mengenrabatt

Mit dieser Option lassen sich Rabattaktionen erstellen, die von der eingekauften Menge eines Kunden abhängig sind. Wenn ein Kunde z.B. zwei Produkte kauft, bekommt er 10 % Rabatt. Diese Möglichkeit hat man zwar schon beim Einstellen der Artikel, allerdings nicht in diesem Umfang. Wie schaltet man einen Mengenrabatt? 

  1. Unter Verkaufsaktion erstellen auf Mengenrabatt klicken.
  2. Im ersten Feld die entsprechende Ebay Kategorie festlegen.
  3. Im zweiten Feld das Ziel der Werbeaktion festlegen: 
    • Einführung neuer Produkte (Produktlaunch)
    • Ziehen Sie Kunden zur Haupteinkaufszeit an
    • Bringen Sie Bewegung in die Ladenhüter

Je nachdem, welche Option man auswählt, schlägt einem Ebay mit einer kurzen Begründung eine bestimmte Werbeaktion vor. Man kann sich aber auch alle Möglichkeiten anzeigen lassen und sich individuell für eine Variante entscheiden. Folgende stehen zur Verfügung: 

  • Mindestbestellwert: Der Kunde bekommt ab Summe X einen bestimmten Rabatt in Euro oder Prozent. Diese Methode eignet sich besonders gut, wenn man neue Listings pushen oder Ladenhüter abverkaufen will. 
  • Mindestbestellmenge: Der Kunde bekommt ab einer bestimmten Anzahl an Artikeln einen Rabatt in Euro oder Prozent. Wenn man Angebote in verschiedenen Preiskategorien in eine Kampagne packt, sollte man sich für einen Variablen Rabatt (Prozente), um profitabel zu bleiben. 
  • 1 Kaufen, beim nächsten Sparen: Der Kunde bekommt für eine einstellbare Anzahl an weiteren Produkten einen Rabatt oder ein weiteres Produkt gratis dazu. Die Methode eignet sich besonders, wenn man Produkte mit hoher und niedriger Marge miteinander verknüpfen kann.  
  • Keine Mindestbestellung: Hier kann man auf ausgewählte Produkte einen Rabatt in Euro oder Prozent schalten, ohne zusätzliche Bedingungen.

Ob variable (Prozent) oder absolute (Betrag) Rabatte besser konvertieren, hängt von einigen individuellen Faktoren ab und lässt sich nie zu 100 % pauschal sagen. Eine etwas ältere Studie zum Thema Price-Framing konnte jedoch feststellen, dass absolute Rabatte bei höherpreisigen Produkten besser konvertieren, während variable Rabatte bei günstigen Preisen attraktiver wirken. Der Grund dafür ist vermutlich, dass absolute Rabatte bei hohen Bestellmengen eine höhere Zahl darstellen und bei günstigen Produkten eine niedrigere. 

Wenn man also 20 € Rabatt ab 200 € Bestellwert gibt, dann wirken 20 € attraktiver als 10 %, obwohl es am Ende auf dasselbe rauskommt. Bei günstigen Produkten ist das genau andersherum. Hier wirken z.B. 10 % Rabatt attraktiver als 1 € Rabatt, wenn der Mindesteinkaufwert bei 10 € liegt. 

  1. Nun werden alle Artikel ausgewählt, die in die Verkaufsaktion integriert werden sollen. Die Produkte kann man entweder manuell, oder anhand von bestimmten Regeln und Filtereinstellungen einfügen. Filter haben den Vorteil, dass neue Produkte, welche die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen, direkt in die Kampagne aufgenommen werden. 
  1. Nachdem man die Auswahl bestätigt und nochmal auf Speichern und Prüfen geklickt hat, kann noch einen Titel und ein Bannerbild (quadratisch) ausgewählt und die Kampagne gestartet werden. 

Die weiteren Aktionen, Multirabatt, Gutschein und Sonderaktion sind in der Erstellung ziemlich ähnlich zum Mengenrabatt und relativ selbsterklärend. Daher wird hierauf nicht so genau eingegangen. Bei Multirabatten handelt es sich um vereinfachten Mengenrabatte, die bereits während dem Einstellen der Produkte aktiviert werden können. Gutscheine sind Rabatte, die dann aktiviert werden, wenn der Kunde einen vorher definierten Gutscheincode eingibt. Auch hier gibt es wieder dieselben Möglichkeiten wie bei den Mengenrabatten. Sonderaktionen eignen sich, um bestimmte Produkte über einen bestimmten Zeitraum zu reduzieren. Hier gibt es auch die Möglichkeit, den Rabatt in Form von kostenlosem Versand anzubieten. 

Am besten probiert man die verschiedenen Methoden nach und nach aus und findet heraus, was in der entsprechenden Nische am besten funktioniert. Im Marketing-Dashboard sieht man genau, wie viel Umsatz in welchem Zeitraum über Rabatt-Aktionen generiert wurde. Das ist auch wichtig, da man die Ergebnisse ansonsten nicht tracken könnte. 

Advertising Cockpit

Wie der Name schon vermuten lässt, kann man im Advertising Cockpit seine Werbeanzeigen verwalten und messen. Bei der Erstellung von Anzeigen sollte man darauf achten, nicht alle Produkte in derselben Kampagne zu bewerben. Je weniger Produkte in einer Kampagne sind, desto genauer lässt sich die individuelle Performance messen. 

Die obigen Zahlen beziehen sich auf die ausgewählte Kampagne. Wenn also alle Produkte in dieser Kampagne sind, kann man nicht einsehen, welche Produkte die oben stehenden Ergebnisse produzieren. Das heißt, man weiß nicht direkt, für welche Produkte man den Anzeigentarif erhöhen sollte. Unter der Grafik zur Performance kann man die Anzeige bearbeiten, also den Anzeigentarif für die jeweiligen Produkte optimieren. 

Tipp: Eine weitere Möglichkeit, um Kunden langfristig an sich zu binden, ist das Versenden eines Shop-Gutscheins nach dem Kauf. Dafür klickt man neben den aufgelisteten Bestellungen auf den kleinen Button Gutschein senden > Gutschein erstellen > Verkaufsaktion erstellen > Gutschein und kann einen individuellen Code festlegen. Jetzt muss nur noch das Häkchen bei Privat gesetzt und eine Rabattart (Prozente, Betrag) festgelegt werden. 

Jetzt kann man wieder zurück zu seinen Bestellungen gehen und den Gutschein an alle Bestandskunden schicken. Es gibt ebenfalls die Möglichkeit, den Gutschein auszudrucken und mit in die Sendung zu legen. 

Performance 

Im Menüpunkt Performance findet man umfangreiche Details und Statistiken über Traffic, Umsatz und Kosten. Im E-Commerce ist es generell wichtig, immer einen Überblick über seine aktuellen Zahlen zu haben und diese regelmäßig zu messen. Das kann man z.B. monatlich machen und alle wichtigen Kennzahlen in ein dafür angelegtes Excel-Sheet eintragen. Die Dokumentation ist so wichtig, da es sonst sehr schwer wird, seine eigenen Ergebnisse im zeitlichen Verlauf nachzuverfolgen. Man sieht also nicht wirklich, ob man wächst oder stagniert und kann die Ergebnisse individueller Änderungen nicht vergleichen (wenn man z.B. testen möchte, wie sich Produktvideos auf die Performance auswirken). 

Wichtige Kennzahlen sind vor allem Umsatz, Impressionen, Klickrate, Traffic und Conversion-Rate. Impressionen zeigen, wie oft ein Produkt bzw. alle Produkte ausgespielt wurden, während die Klickrate den Anteil Impressionen angibt, der Produkt anschließend anklickt. Der Traffic ist die tatsächliche Anzahl an Klicks und die Conversion-Rate zeigt an, wie viel Prozent der Klicks anschließend zu einem Kauf geführt haben. Mit diesen KPI’s kann man wirklich viel ausprobieren und herausfinden, wie sich Veränderungen (z.B. neue Produktfotos, Keywords, Titel oder Angebote) auf das Wachstum auswirken. 

Marktanalyse 

Ebay bietet seinen Verkäufern eine unglaublich gute Möglichkeit, neue Produkte zu finden und Trends innerhalb der Plattform zu verfolgen, ohne dass dafür ein separates Tool verwenden muss. Unter dem Menüpunkt Marktanalyse > Terapeak Produktrecherche kann man nach bestimmten Keywords (Produkten) suchen und bekommt dazu viele relevante Daten, wie den durchschnittlichen Verkaufspreis, insgesamt verkaufte Artikel und die Anzahl der im Markt vorhandenen Verkäufer angezeigt. Das sind besonders bei Neuware enorm wichtige Kennzahlen, um das Potenzial eines Marktes zu ermitteln. 

Ebenfalls interessant sind die Insights zur Warenbeschaffung. Hier können Verkäufer prüfen, welche zum Shop passenden Kategorien aktuell ein sehr hohes Suchvolumen haben und wie das Verhältnis zwischen Angebot und Suche ist. Es lässt sich also gezielt nach Nischen recherchieren, die ein hohes Suchvolumen bei niedrigem Angebot aufweisen. Wer hier schnell handelt, hat also einen großen Vorteil gegenüber anderen, die diese Funktion nicht nutzen und kann sich in Märkten mit schlechter Konkurrenz positionieren. 

Die Recherche lässt sich sogar so weit vertiefen, dass man bis auf die Artikelmerkmale genau herausfinden kann, wie die aktuelle Marktsituation aussieht. Wenn man beispielsweise eine Adidas-Jacke verkaufen möchte und verschiedene Farben und Größen zur Verfügung hat, kann man genau überprüfen, welche Farbe und Größe aktuell am beliebtesten ist. 

Amazon FBA vs. Ebay – Vergleich

Amazon ist der weltweit größte Marktplatz und hat einen enorm großen Kundenstamm. Fast jeder hat schonmal etwas bei Amazon gekauft oder nutzt den Marktplatz zumindest, um Preise zu vergleichen. Viele wissen jedoch nicht, dass hinter diesem enormen Produktsortiment größtenteils Dritthändler stecken, die Amazon lediglich als Vertriebsweg für ihre Produkte nutzen und von dem großen Kundenvertrauen und der Reichweite profitieren. 

Besonders einzigartig bei Amazon ist das Amazon FBA Programm, auch Fulfillment by Amazon. Das bedeutet, dass Händler ihre Produkte direkt zu Amazon schicken können, dort einlagern und die eingehenden Bestellungen von Amazon Mitarbeitern abwickeln lassen. Die Sendungen kommen per Prime am nächsten Tag bei dem Kunden an, während der Händler von allen logistischen Bereichen abgekoppelt bleibt.

Ähnlich wie bei Ebay lässt sich über Tools herausfinden, in welchen Nischen eine hohe Nachfrage bei schlechtem Angebot steht. Die Produkte kauft man jetzt aber nicht von einer anderen Marke, wie es im Reselling der Fall ist, sondern überlegt sich Verbesserungen (USPs) und lässt sie unter eigener Marke bei einem Hersteller produzieren. Das heißt, Amazon FBA ist durchaus etwas kapitalintensiver, ermöglicht aber deutlich schnelleres Wachstum und vor allem höhere Umsätze. Im Gegensatz zu Ebay muss pro Produkt nur ein 100 % optimiertes Listing erstellt werden, welches jeden Tag Umsätze erwirtschaftet. Es ist durchaus möglich mit nur einem Produkt fünfstellige Monatsumsätze zu erwirtschaften. 

Nachdem Amazon heute der beliebteste Weg ist ein eigenes E-Commerce Business zu starten, haben sich verhältnismäßig viele Tool-Anbieter, Service-Dienstleister und Experten in diesem Bereich spezialisiert und bieten Lösungen und Unterstützung maßgeschneidert für Amazon FB Händler an. Von der Produktrecherchen, dem Sourcing Prozess bis hin zu den Werbemaßnahmen auf Amazon gibt es für jeden Schritt einen passenden Ansprechpartner. 

Ein weiterer großer Der große Unterschied zu Ebay ist, dass man als Amazon-Verkäufer in dem Sinne kein Händler ist, sondern eine Marke mit eigenen Produkten aufbaut. Diese Marke kann auch außerhalb von Amazon aufgebaut und anschließend sogar verkauft werden. Amazon FBA Marken werden bei Investoren immer beliebter und werden zum Teil für Millionen-Beträge gehandelt. Besonders bemerkenswert ist die Leistung der Marke SNOCKS, die zu Beginne über Amazon FBA aufgebaut wurde.

Wer kein Startkapital hat, aber langfristig davon träumt, ein ortsunabhängiges Unternehmen aufzubauen, welches fünf- sechsstellige Umsätze pro Monat generiert, kann Ebay nutzen, um das nötige Startkapital zu verdienen und erste Erfahrungen im Online-Handel zu sammeln. Wer das nötige Startkapital bereits hat, etwa 5.000 €, findet in diesem Artikel alles, was man zum Start mit Amazon FBA wissen muss: Amazon FBA Anleitung: Die ersten Schritte für deinen Start!

Fazit – ebay Verkäufer werden

Ebay gehört immer noch zu den größten Marktplätzen mit einer unglaublichen Reichweite. Was früher als Auktionshaus für Privatverkäufer begonnen hat, ist heute ein attraktiver Vertriebskanal für Unternehmen und Gründer mit enorm vielen Freiheiten. Trotzdem ist sich Ebay seiner Position als Marktplatz für Gebrauchtwaren treu geblieben, was besonders für Gründer mit wenig Startkapital ein riesiger Vorteil ist. Gebrauchtwaren können häufig zu sehr günstigen Preisen auf Flohmärkten oder Kleinanzeigen gekauft und zu deutlich höheren Margen verkauft werden, als es bei Neuware üblich ist. 

Im Gegenzug ist der Verkauf von Gebrauchtwaren mit deutlich mehr Arbeitszeit verbunden, da jedes Produkt einzeln fotografiert und eingestellt werden muss. Besonders am Anfang steht die investierte Zeit also in keiner Relation zum Einkommen und das Business kann schlechter skaliert werden. Ein weiterer Aspekt, der sowohl ein Vor- oder Nachteil sein kann, ist die Ortsgebundenheit. Waren müssen eingelagert, verpackt und verschickt werden, was bei einem wachsenden Shop viel Organisation erfordert. Für ein ortsunabhängiges Online-Business ist Ebay also weniger geeignet. 

Ein Ebay Shop lässt sich weiter aufbauen, indem Mitarbeiter eingestellt werden und man sein Sortiment um Neuware, die immer wieder nachgekauft werden kann, erweitert. Bis zu diesem Punkt dauert es aber einige Zeit, je nach Kapital erfahrungsgemäß 1-4 Jahre. Vorteilhaft ist, dass Ebay sehr transparent macht, welche Produkte gut laufen und zu welchen Preisen verkauft wurden. Das erleichtert die Produktrecherche ungemein und schützt einen, besonders am Anfang, vor Fehlinvestitionen. 

Ob man mit Ebay starten möchte oder nicht, ist schlussendlich eine Präferenz-Frage. Wer noch kein Startkapital hat, gerne mit Produkten arbeitet und sich nicht unbedingt eine eigene Marke, die ortsunabhängig geführt werden kann, aufbauen will, ist bei Ebay sicher gut aufgehoben. Wer hingegen schneller skalieren und sich nicht mit logistischen Aspekten beschäftigen möchte, findet z.B. bei Amazon FBA eine interessante Alternative


FAQ – Häufig gestellte Fragen


Wie wird man Ebay Verkäufer?

Im Reselling kauft man Produkte auf kleineren Märkten wie Ebay-Kleinanzeigen oder Flohmärkten ein und verkauft diese gewinnbringend auf Ebay. Nach einer Gewerbeanmeldung und der steuerlichen Registrierung steht dem Handel auf Ebay nichts mehr im Weg. 

Was sind die Vorteile als Verkäufer auf Ebay?

Ebay bietet einen großen Markt für Gebrauchtware, was besonders für Gründer ohne Startkapital sehr vorteilhaft ist. Die Gestaltungsoptionen der Listings, Möglichkeiten zur Marktrecherche und die Marketingmethoden sind sehr unkompliziert und effektiv, wodurch ein schneller Einstieg ermöglicht wird. 

Was sind die Nachteile als Verkäufer auf Ebay?

Der Handel auf Ebay ist nicht ortsunabhängig und wenn man von null beginnt, nicht einfach zu skalieren. Zudem muss viel Zeit in Produktfindung und das Einstellen der Produkte investiert werden, da jeder Schritt, von Marktrecherche über die Produktfotos bis hin zum Versand vom Verkäufer erledigt werden muss.