Passives Einkommen aufbauen – Mit diesen 8 Strategien funktioniert es!

Ein passives Einkommen aufzubauen und dem 9to5 Alltag zu entfliehen, ist der Traum vieler. Mit den heutigen Möglichkeiten ist dies auf jeden Fall möglich. Wie genau man dabei vorgehen kann, wird in diesem Artikel erklärt!
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Geld verdienen ohne dafür in einem Büro sitzen zu müssen, frei über die eigne Zeit verfügen und weder an Ort noch Verpflichtungen gebunden sein – so stellen sich viele den Idealzustand ihres Lebens vor. Das Zauberwort, welches dieses Leben ermöglichen soll, ist ein passive Einkommen. Wie einfach es wirklich ist, sich ein passives Einkommen aufzubauen und was die besten Wege sind, wird in diesem Artikel beleuchtet.

Was versteht man wirklich unter einem passiven Einkommen?

Hier kann zur Veranschaulichung der Vergleich zum Angestelltenverhältnis herangezogen werden. Als Arbeitnehmer hat man einen festen Stundensatz, nach dem man je nach Leistung bezahlt wird. Arbeitet man also 20h/ Woche wird man auch nur die Hälfte von dem verdienen, was man bei 40h/ Woche bekommt. Das Einkommen steigt also linear mit der Anzahl der Stunden, die man arbeitet. Da der Tag nur 24 Stunden hat, ist folglich auch das eigene Einkommen limitiert.

Das passive Einkommen entkoppelt die Zeit, die man investiert von dem Einkommen, was man generiert. Hier ist es meistens so, dass man zunächst neben Zeit auch Geld investiert und im übertragenen Sinn ein System baut, das automatisiert ein Einkommen schafft. Natürlich muss man diese Systeme zunächst erschaffen und zum Laufen bringen. Sinnbildlich kann man sich das wie eine Maschine vorstellen, die man einmal erschafft und in späterer Folge die Arbeit  übernimmt.

Der Glaube, dass ein passives Einkommen ohne Arbeit ewig weiter läuft, ist ein Irrglaube. Denn genau wie jede andere Maschine auch bedarf es quasi einer regelmäßigen Wartung und Nachjustierung. Diese Arbeiten stehen allerdings nicht mehr im Verhältnis zum Einkommen, welches die Maschine generiert. 

Diese Systeme ersetzen letztendlich die Person, damit man nicht mehr die eigene Zeit gegen Geld tauschen muss. Welche Möglichkeiten es gibt, sich ein automatisiertes Business und somit ein passives Einkommen aufzubauen, wie man sich für das passende Modell entscheidet und worauf man aus rechtlicher Sicht achten sollte, wird in diesem Artikel aufgezeigt.

8 Möglichkeiten ein passives Einkommen zu generieren

1. Eigenes Online Business

Ein Online Business eignet sich besonders gut, um ein passives Einkommen aufzubauen. Dank digitalisierter Prozess und Systeme ist es möglich ein Business aufzubauen, dass ortsunabhängig und nahezu automatisiert Einnahmen generiert.

Oft wird versprochen, dass jeder sich schnell und ohne großes Investment ein hochprofitables Online Business aufbauen kann. Diese und ähnliche Aussagen sollte man skeptisch sehen. Egal ob Amazon FBA, eBay, E-Books oder eine andere Online-Dienstleistung muss man zunächst Zeit und Geld investieren, um passives Einkommen aufzubauen. Ist man allerdings diese Hürde gegangen, ist das Potenzial nahezu grenzenlos. Durch Plattformen wie Amazon und dessen Fulfillment Service FBA (Fulfillment by Amazon) ist es möglich, mit wenigen Stunden pro Woche ein 5-stelliges Einkommen zu erhalten.

1.1 Onlinehandel mit physischen Produkten

E-Commerce ist im Grunde nichts anders als das wohl bekannteste Geschäftsmodell der Welt, der Handel – nur eben online. Man bietet Produkte, die man entweder direkt von einem Hersteller bezieht oder selbst entwickelt hat, online der Welt zum Kauf an. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Neben einem eignen Onlineshop und Dropshipping kann man Plattformen wie eBay und Amazon zum Verkauf der Produkte nutzen. Als langfristigster Weg hat sich hierbei das Verkaufen eigenes Produkte über Amazon erwiesen. 

Neben der hohen Reichweite hat Amazon einen weiteren großen Vorteil gegenüber anderen E-Commerce Modellen: den eigenen Fulfillment-Service Amazon FBA (Fulfillment by Amazon). Wenn man Produkte über FBA verkauft, übernimmt Amazon die Lagerung, die Verpackung, den Versand der Produkte per Prime, den Kundensupport und das Retourenmanagement. Man muss sich also logistisch um nichts mehr kümmern, außer dass die Produkte rechtzeitig im Amazonlager ankommen.

Somit kann das FBA Business und der Verkauf eigenes Produkte stark automatisiert werden, das dir natürlich enorm viel Zeit gibt. Durch Amazon FBA ist der Einstieg in den E-Commerce auch mit geringen finanziellen Mitteln so unkompliziert wie noch nie. Von der Produktrecherche bis hin zum erfolgreichen Verkauf aus Amazon, gibt es für jeden Schritt die passenden Anleitungen, um Amazon FBA Händler zu werden. Hast man einmal ein Produkt auf den Markt gebracht, ist der Verwaltungsaufwand im Verhältnis zum generierten Einkommen sehr gering. 

Wenn man genau wissen möchte, wie es möglich ist in sechs Monaten ein 5-stelliges Einkommen aufzubauen, schau unbedingt im Artikel “Meine Amazon FBA Erfahrungen: Die ersten 10.000€ Gewinn im Monat” vorbei. Neben den wichtigsten Learnings bekommt man Tipps aus der Praxis an die Hand, wie jeder es selbst schaffen kann, erfolgreich auf Amazon zu verkaufen.

1.2 Videokurse, E-Books

Neben physischen Produkten kann man auch digitale Produkte der Welt zum Kauf anbieten und sich so ein passives Einkommen generieren. Die gängigsten Methoden hierfür sind das Erstellen von E-Books und Videokursen. 

E-Books sind Bücher in digitaler Form, die über Marktplätze wie z.B. Amazon angeboten und verkauft werden können. Vorteilhaft ist, dass man ein E-Book wirklich nur einmal erstellt und es anschließend unbegrenzt verkaufen kann. 

Eine Möglichkeit, seine Bücher online zum Kauf anzubieten, ist das Kindle Programm von Amazon. Hier lädt man sein fertiges Buch t hoch, anschließend steht es den Usern des online Riesen zum Kauf zur Verfügung. Pro verkaufter Einheit erhält man eine Verkäuferprovision von 70 % des Verkaufspreises des Buches. Auch hier profitiert man wieder von der enormen Reichweite und dem Vertrauen der User in die Plattform Amazon.

Besonders gut eignen sich Fachbücher bzw. Ratgeber, die ein spezielles Thema intensiv behandeln. Die Themengebiete mit dem größten Potenzial lassen sich in drei Kategorien einteilen:

  1. Sport und Ernährung
  2. Geld und Unternehmertum
  3. Dating und Erotik

Ein großer Vorteil von E-Books ist die Tatsache, dass man kein Kapital benötigt, um zu starten. Ein Laptop, Word, genügend Zeit und Leidenschaft für ein Thema reichen aus, ein passives Einkommen aufzubauen. Natürlich muss man sich auch hier erstmal intensiv in das Thema einarbeiten. Eine gewisse Passion zum Schreiben und tiefes Expertenwissen für ein spezifisches Thema ist ebenfalls notwendig, andernfalls wird sich das E-Book nicht erfolgreich verkaufen.    

Neben E-Books eignen sich auch Videokurse, um sich ein passives Einkommen aufzubauen. Sollte man nicht bereits Equipment zum Filmen und schneiden der Videos haben, muss man für diesen Ansatz zunächst etwas Geld investieren. Egal ob physische oder digitale Produkte, die Qualität ist mit Abstand das wichtigste, wenn es um den Erfolg der Produkte geht. Wer eine Expertise in einem Themengebiet hat und nachweislich Ergebnisse vorzeigen kann, für den ist ein Videokurs ein guter Weg sein Wissen weiterzugeben und damit Geld zu verdienen. Nur wer seinen Kunden wirklich Mehrwert bieten kann, wird langfristig mit diesem Geschäftsmodell erfolgreich sein. Je spezialisierter das Themengebiet ist, umso besser wird man sich positionieren können. Gute Beispiele sind hier Personaltrainer mit einem eigenen Fitness-Programm oder Finanzberater mit einem Beratungskurs.

Genau wie bei E-Books auch liegt der Vorteil in der einmaligen Erstellung des Videokurses. Nach der Erstellung des Videokurses kann man diesen z.B. auf Digistore24 oder Udemy Usern zum Kauf anbieten. Einer der Vorteile der Plattform ist das bestehende Affiliate Netzwerk. So kann man beispielsweise gegen eine festgelegte Provision einen Affiliate-Link vergeben und davon profitieren, dass andere für die Produkte werben. Somit lässt sich auch dieses Business automatisieren und ein nahezu passives Einkommen generieren.

Passvies Einkommen mit Infoprodukten

1.3 Digitale Assets – Stockfotos, Videos und Musik

Wer eine Leidenschaft für Foto- bzw. Videografie oder Musikproduktion hat, kann mit dieser Passion ein passives Einkommen generieren. Genau das ist aufsogenannten Stockplattformen möglich. 

Mann kann die Stockfotografie als das Gegenstück zur klassischen Auftragsfotografie sehen. Noch bevor überhaupt der Wunsch nach bestimmten Bildern aufkommt, fotografiert der Stockfotograf Bilder und bietet diese auf Plattformen wie Shutterstock zum Kauf an. Die großen Vorteile dabei, sich ein passives Einkommen mit Stockfotos aufzubauen, ist das flexible und kreative Arbeiten gepaart mit einer schnellen und günstigen Umsetzung. Günstig trifft hier allerdings nur auf diejenigen zu, die bereits eine professionelle Ausstattung haben. Um in diesem Bereich erfolgreich zu sein, sollte die Fotografie aber ohnehin eine Leidenschaft sein, denn mit “einfach mal ein paar Bilder machen”, ist es nicht getan. 

Im Vergleich zu Auftragsfotografie, wo Preise pro Shooting von mehreren Hundert Euro durchaus normal sind, wirken die Beträge pro verkauften Stockfoto eher gering. Hier generiert man ein Einkommen über die Masse der Bilder und den Fakt, dass man ein erstelltes Bild mehrmals über Lizenzen verkaufen kann. Bei den meisten Portalen reicht die Lizenzgebühr 0,25 bis 1 Dollar pro verkauftem Bild. Für erweiterte Lizenzen, die Unternehmen z.B. für große Werbeprojekte benötigen, erhält man zwischen 50 und 100 Dollar pro Bild. 

Passives Einkommen aufbauen mit Stockfotos

Neben Bildern bietet sich auch das Anbieten von Musik auf Plattformen wie Apple Music, Spotify oder YouTube an. Das Prinzip ist dabei analog zu dem der Stockbilder: Man investiert einmalig Zeit in die Erstellung eines neuen Songs und erhält anschließend eine Provision in Abhängigkeit der Häufigkeit, mit der die Musik gekauft oder auf Streamingdiensten abgespielt wird. Das passive Einkommen, welches hieraus generiert werden kann, reicht je nach Popularität von zweistelligen bis fünfstelligen Umsätzen. 

Von einem passiven Einkommen über Stock-Assets wird man wohl nicht leben können, dennoch stellt es eine interessante Möglichkeit dar, z.B. als Fotograf neben der Haupttätigkeit der Auftragsfotografie ein zusätzliches Einkommen aufzubauen. 

1.4 Apps, Plugins, Themes & Software

Wenn man eine Affinität und Begeisterung fürs Programmieren hat, sind App-, Plugin-, Theme- und Software- Entwicklung eine weitere Möglichkeit, sich ein passives Einkommen aufzubauen. Ähnlich wie bei Stock-Assets entwickelt man einmalig ein “Produkt”, in diesem Fall Apps, Plugins oder Software und bietet diese anschließend über Online Stores zum Kauf an. Nach der einmaligen Erstellung kann man sich so langfristig ein Einkommen aufbauen. 

Hierfür muss man keineswegs Informatik studiert haben. Einfache App Programmierung kann man sich durchaus mit Büchern, YouTube und Blog-Artikeln selber beibringen. Im Mittelpunkt steht dabei eine Idee, die einen echten Mehrwert für die User der Anwendung bietet. Wenn man es schafft, diese in Form eines Programmes umzusetzen, lässt sich damit gutes Geld verdienen und ein zusätzliches passives Einkommen aufbauen. 

Weitere Ideen und eine Schritt-für-Schirtt Anleitung, wie man ein erfolgreiches Online Business startet, wird hier erklärt: Online Business aufbauen

2. Mietobjekte

Eine konservative Möglichkeit, sich gleichzeitig Vermögen sowie ein passives Einkommen aufzubauen, sind Immobilien oder Mietobjekte. Mietobjekte bieten den großen Vorteil, dass sie bei erfolgreicher Vermietung ein konstantes und passives Einkommen generieren. Zudem sind diese meist mit einem geringen Verwaltungsaufwand verbunden. Oft herrscht der Irrglaube, dass ein hohes Startkapital notwendig ist, um in Immobilien oder Mietobjekte investieren zu können. 

Garagen eignen sich beispielsweise gut als Einstiegsimmobilien, denn sie sind je nach Lage meist schon für einige Hundert Euro zu erwerben und ermöglichen Renditen von 40 bis 50 %.

Hierzu am besten ein kleines Beispiel: Man kauft sich eine Garage für 500€ auf einem Garagenhof. Die jährliche Pacht des Grundstückes, auf dem die Garage steht, kostet 120€. Vermietet  man die Garage für 50€/Monat, generiert man abzüglich der Pacht ein passives Einkommen von 40€/Monat.

Natürlich gibt es ein gewisses Risiko und rechtliche bzw. steuerliche Dinge zu beachten Bei Renditen von 40 bis 50 % sind diese allerdings problemlos tragbar.

Besitzt man mehr Startkapital, bieten sich Wohnungen oder Häuser als Investition an. Auch diese generieren nach erfolgreicher Vermietung einen passiven Einkommensstrom. Die typischen Renditen von Wohnimmobilien liegen je nach Lage ab 5 % aufwärts. Als Rendite bezeichnet man den Ertrag einer Geldanlage, der pros Jahres erzielt wird, in Bezug auf den Kapitaleinsatz des Anlegers. Investiert man also 10.000€ bei einer Rendite von 4,4%, besitzt man am Ende des Jahres 10.440€. 

Der Verwaltungsaufwand von Wohnimmobilien ist etwas höher, als es bei Garagen der Fall ist. Unter anderem fallen die jährliche Nebenkostenabrechnung sowie die Instandhaltung an. Diese Arbeiten können natürlich auch an eine Immobilienverwaltung abgegeben werden. In der Regel wird man die Immobilie nicht direkt kaufen, sondern mit einem Eigenkapital von mehreren Tausend Euro und einem Bankkredit finanzieren. Der große Vorteil von Wohnungen oder Häusern ist die Langfristigkeit der Investition. Neben der Möglichkeit eines passiven Einkommens aus Mieteinnahmen tragen sie vor allem dem Aufbau eines Vermögens bei, da der Wert der Immobilie über die Zeit tendenziell steigt. Zu Beginn wird man mit den Mieteinnahmen den Bankkredit zurückzahlen, ist die Immobilie jedoch einmal abbezahlt, bleiben die Mieteinnahmen als passives Einkommen über. 

Sind die Mietrenditen aus der klassischen Langzeitvermietung zu gering, bietet sich eine Vermietung über Airbnb an. Hier kann man Renditen von 10 % aufwärts erzielen. Das Wort passives Einkommen trifft hier allerdings immer weniger zu, da der Verwaltungsaufwand recht hoch ist. Neben ständigen Mieterwechseln muss man sich um die Sauberkeit der Airbnb-Immobilie kümmern. Diese Punkte kann man größtenteils automatisieren und z.B. an eine Reinigungskraft abgeben, allerdings geht dies wieder zulasten der Rendite. Wie in jedem anderen Bereich auch ist alles eine Sache der Kalkulation.

Weg von Immobilien kann man natürlich auch persönliche Gegenstände entgeltlich verleihen. Recht bekannt ist hier das Carsharing, bei dem man sein privates Fahrzeug zur Kurzzeitmiete anbietet. Auch hier ist der organisatorische Aufwand wieder zu berücksichtigen, denn schließlich sollte das passives Einkommen genau das sein – passiv. 

3. Aktienhandel

Sollte ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, sind Aktien die wohl gängigste Methode, um sich ein passives Einkommen und Vermögenswerte aufzubauen. Hier gibt es einige Dinge zu beachten, und man solltevon Grund auf verstehen, was man tut. Bereits der wohl erfolgreichste Aktionsinvestor Warren Buffett sagte:

Risk comes from not knowing what you're doing.”

Warren Buffet

Und genau so ist es. Bevor man tatsächlich in Aktien investiert, solltest man wirklich verstehen wie der Aktienhandel funktioniert, wie Kurse entstehen und wie man davon profitieren kann. 

 Grundsätzlich sind Aktien ein langfristiges Investment. Zwar gibt es durchaus die Möglichkeit, passive Geld mit Dividenden zu verdienen, allerdings sollte man hier zunächst seine Gewinne reinvestieren, um so ein langfristiges passives Einkommen nach oben zu schrauben. Durch das Investieren in Aktien sind Renditen von 3 bis 7 % durchaus realistisch. 

 Je höher die potenzielle Rendite ist, desto höher ist auch das Risiko und umso häufiger treten Schwankungen im Wert der Aktien auf. Um nicht zu sehr in die Abhängigkeit der wirtschaftlichen Situation einzelner Unternehmen zu geraten, ist es von Beginn an ratsam seine Investitionen zu diversifizieren. Schaue dir hierzu am besten spezialisierte Blogs an und lerne von den erfolgreichsten Investoren weltweit, indem sie studierst und lernst zu verstehen, warum sie wie handeln. Die besten Bücher in diesem Bereich sind:

  • Souverän investieren mit ETFs
  • Warren Buffett – Biografie
  • Ray Dalio – Principles
  • The Intelligent Investor

Hat man erstmal ein solides Aktienportfolio aufgebaut, kann man sich die Erträge auszahlen lassen und generiert so ein passives Einkommen.

4. Kreditvergabe und Crowdinvestments

Eine Möglichkeit, bei der das Wort passive so gut passt wie wohl bei keiner anderen der 7 Methoden, sind P2P Kredite. P2P ist die Kurzform von privat to privat, also Darlehns, die von Privatpersonen über P2P-Plattformen vergeben werden. Diese Form der Kreditvergabe zeichnet sich vor allen dadurch aus, dass Banken bei solchen Transaktionen kein Mitspracherecht haben. Das Ganze funktioniert recht simpel und ermöglicht einen schnellen Start. 

Die Darlehensnehmer registrieren sich auf einer P2P-Plattform und durchläuft eine Bonitätsprüfung. Anschließend kann er einen Kreditantrag in Form eines Projektes online stellen, in das man Geld investieren kann. Dabei sollte man darauf achten, dass man nicht mehr als 1 % der Einlage in ein Projekt investiert. P2P-Kredite ermöglichen Renditen von über 10 %, was natürlich sehr lukrativ wirkt und es auch ist. Allerdings gilt, wie bei jeder anderen Investition auch: je höher die Rendite, desto höher das Risiko. Um das Risiko zu minimieren, ist auch hier Diversifizierung wieder das Schlüsselwort. Zu Beginn kann man beispielsweise in zwei Plattformen investieren und sichmit steigendem Kapital weiter diversifizieren. Entsprechende Plattformen sind:

  • Mintos 
  • Bondora 
  • Iuvo Group
  • Grupeer
  • Reinvest24

Natürlich stellt sich die Frage, warum solche Plattformen Renditen von über 10 % erreichen, und die Antwort ist recht einfach. Dadurch, dass zwischen dem Darlehnsnehmer und dem Darlehnsgeber keine Banken stehen, entfallen viele Kosten wie beispielsweise hohe Verwaltungsgebühren.

Passvies Einkommen mit P2P

Eine weitere Möglichkeit passive Geld mit Renditen zu verdienen sind Crowdinvestments. Das englische Wort Crowdinvestments kann sinngemäß mit Gruppeninvestments übersetzt werden. Crowdinvestments kommen vor allem zustande, wenn Gründer nicht genügend Kapital für die Umsetzung ihrer Projekte zur Verfügung haben. Besonders beliebt sind Crowdinvestments im Sektor Immobilien oder Start-ups. Bei Crowdinvestments handelt es sich um eine besondere Form des Crowdfundings. Der große Unterschied liegt in der jeweiligen Gegenleistung der Kapitalnehmer. Während beim Crowdfunding eine Gegenleistung optional ist, erhalten Geldgeber bei Crowdinvestments einen festen Zins für ihr zur Verfügung gestelltes Kapital oder werden direkt an Gewinnen des Unternehmens beteiligt. Besonders interessant ist diese Form des Investments, da man bereits mit 10€ in große Projekte investieren kann.

Die durch Crowdinvestments erlangte Beteiligung an Projekten oder Unternehmen ermöglicht allerdings kein Mitspracherecht. In den meisten Fällen liegt lediglich eine Informationspflicht seitens des Kapitalnehmers vor. Man sollte sich deshalb vorab gut über die Gründer oder das Projekt informieren. Diese Form der Investition beinhaltet imm das Risiko, dass Teile oder sogar das gesamte eingesetzte Vermögen nicht zurückgezahlt werden können und somit verloren gehen. Aus diesem Grund ist auch hier eine Diversifizierung sinnvoll, um das Verlustrisiko so bereit wie möglich zu streuen. Crowdinvestments haben je nach Projekt oder Start-up eine Laufzeit von 1 bis 10 Jahren. Als langfristige Geldanlage bieten sie dennoch einen guten Einstieg und ermöglichen erste Investmenterfahrungen in Unternehmen oder Projekte mit einem geringen Kapitaleinsatz.

5. Monetarisierung 

Blog- und Webseitenbetreibern stehen viele Möglichkeiten offen, online Geld zu verdienen. Eine dieser Möglichkeiten ist die sogenannte Monetarisierung. Unter Monetarisierung versteht im Wesentlichen die Umwandlung von Werten in Geld. In Bezug auf Blogs und Webseiten ist der größte Wert Traffic. Je mehr Besucher eine Seite hat, desto interessanter ist es für Unternehmen, Werbung auf diesen Seiten zu schalten. Um einen möglichst hohen Besucherstrom auf die Seite zu lenken, sollte man deshalb das beste Know-how in seiner Nische Nutzern zur Verfügung stellen.

Anschließend kann man  dort Werbeplätze verkaufen, welche ganz passiv ein monatliches Einkommen generieren. Natürlich muss man dafür sorgen, dass der Besucherstrom konstant und im Idealfall wächst, um das Einkommen weiter nach oben zu schrauben. Somit trifft das Wort passives Einkommen bedingt zu. 

Eine besondere Form der Monetarisierung stellt das Paid Content dar. Vor allem Magazine oder Zeitungen arbeiten mit diesem Konzept, um ihre Inhalte ohne Werbebanner auf Webseiten zu monetarisieren. User müssen für die Nutzung des Contents zahlen. Meist wird dies über verschiedene Abonnement-Modellen  angeboten.

5.1 Affiliate Marketing

Das Prinzip hinter Affiliate-Marketing ist die erfolgreiche Vermittlung von Kunden, Leads oder Sales für ein anderes Unternehmen. Für jede erfolgreiche Vermittlung bekommt der Affiliate eine vorher festgelegte Vergütung, die ihm über einen benutzerspezifischen Link zugeordnet werden kann und vom Produktanbieter ausgezahlt wird. Das Vorgehen ist dabei recht simpel: Man sucht sich über ein Affiliate Netzwerk ein attraktives Produkt aus, für welches man werben möchte. Für genau dieses Produkt wird nun ein Bestell-Link zur Verfügung gestellt. Bestellt jemand das Produkt über diesen link, erhält man eine Provision dafür.

Damit man möglichst viele Leute erreicht, benötigt man eine Plattform, die regelmäßig von potenziellen Interessenten besucht wird. Besonders gut eignen sich hierfür Instagram, YouTube oder ein eigener Blog bzw. Nischenseite. Hat man einmal eine gewisse Reichweite aufgebaut, werden Besucher die Links auch regelmäßig nutzen. 

Aber auch hier steht zu Beginn Arbeit in Form der Erstellung von Videos oder eines Blogs. Erst wenn man Zuschauer hat oder Blogartikel bei Google viele Besucher generieren, werden auch Verkäufe über die Affiliate Links entstehen. Auch wenn man theoretisch “passiven Geld verdient, bedarf es an Geduld, Vorarbeit und kontinuierlich neuem Content, um mit Affiliate Marketing Geld zu verdienen. Für mehr Informationen zu diesem Thema schau unbedingt beim Artikel “Affiliate Marketing” vorbei. 

7. Buch schreiben

Wenn über das Thema passives Einkommen gesprochen wird, fällt eine Möglichkeit immer wieder – das Schreiben von Büchern. Die Idee dahinter ist recht klar: Man investiert zunächst Zeit, um aus einer Idee ein Buch zu machen und nach der Veröffentlichung ein Leben lang Tantiemen, also eine Beteiligung am Gewinn dafür zu erhalten, ohne dafür noch weiter arbeiten zu müssen. Leider sieht es in Wirklichkeit nicht ganz so aus. Tantiemen sind nicht wirklich ein Leben lang “passiv”, denn nur die wenigsten Autoren sind so bekannt, dass sich ihre Werke konstant ganz ohne Werbung verkaufen würden.  

Zudem besitzen Bücher genau wie jedes andere Produkt auch einen Lebenszyklus. Nach einer anfänglichen starken Nachfrage wird sich der Markt nach und nach sättigen und die Verkaufszahlen sinken. Um entgegenzuwirken, muss man als Autor kontinuierlich an neuen Ideen und Büchern arbeiten. Sprechen die neuen Bücher die gleiche Zielgruppe wie die alten Werke an, lassen diese sich meist deutlich einfacher verkaufen. Der Grund dafür ist recht einfach, denn neben den Namen des Autors kennen potenziellen Leser bereits den Stil und die Qualität der Bücher.

Aber wie genau verdient man nun Geld mit dem Schreiben von Büchern? Hier gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Zum einen kann man sein Werk nach Fertigstellung für einen einmaligen Betrag verkaufen, zum anderen kann man für das Werk Tantiemen, einen Zinssatz pro verkaufter Einheit, erhalten. Hierzu ein Beispiel aus der Praxis an: 

Max Mustermann hat für seinen neuen Roman 400 Seiten geschrieben und dafür eine Zeit von knapp 600 Stunden investiert. Rechnet man mit dem in Deutschland geltenden Mindestlohn, müsste Max mindestens 5.600€ für sein Buch verlangen, was gerade für Erstautoren schwer zu erreichen ist. Viel eher sollten Tantiemen als Zinsen für die investierte Zeit gesehen werden.

Max arbeitet in einer Entwicklungsfirma und erhält ein monatliches Gehalt von 2.400€. Dies entspricht einem Stundenlohn von 15€ bei einer 40h/ Woche. Die in sein Buch investierte Zeit hat folglich einen Wert von 9.000€ (600 Std. x 15€). Bei einer jährlichen Rendite von 5 % entspricht dies 450€/ Jahr. Max verkauft sein Buch für 10€ netto und erhält als Neuling 8 % Tantiemen, was 0,8€ pro verkauftem Buch entspricht. Für eine Rendite von 5 % muss Max also knapp 560 Bücher pro Jahr verkaufen. Dies entspricht 3 Büchern pro Tag, was durchaus realistisch ist. 

Ein solches Gedankenbeispiel soll zeigen, dass es auch mit Büchern möglich ist, sich ein passives Einkommen durch eine gute Verzinsung zu generieren. Besonders interessant ist dies, da man kein Kapital, sondern Zeit investiert, auf die man eine Rendite erhält. 

8. Eigenes Unternehmen aufbauen

Unternehmen gründen

Das wohl beste Modell, mit dem man sich langfristig ein passives Einkommen aufbauen kann, ist der Aufbau eines eignen Unternehmens. Auch bei diesem Ansatz wird zunächst Zeit und Kapital investiert. Dennoch gibt es wohl keine zweite Möglichkeit, welche langfristig ein höheres Zeitinvestment zu Einkommensverhältnis schafft. Das Vorgehen kann hierbei auf drei wichtige Schritte heruntergebrochen werden: 

  • Ein Angebot entwickeln (Produkt)
  • Systeme und Prozesse automatisieren
  • Operative Aufgaben an Mitarbeiter abgeben

Sind all diese drei Punkte gegeben, arbeitet man nicht mehr aktiv im Unternehmen, sondern man arbeitet nur noch strategisch am Unternehmen. Stell dir das Ganze wieder wie eine Maschine vor, die man einmal entwickelt, automatisiert und anschließend strategisch verwaltet und nachjustierst. Welches Produkt man dabei entwickelt, spielt für den Prozess erst mal keine Rolle. Man sollte sich dennoch für einen Bereich entscheiden, für dem man sich begeistern kann und für den man eine gewisse Leidenschaft empfindet. Sobald man an den Punkt kommt, Mitarbeiter einzustellen, wird sich das Einkommen von dem Zeitinvestment lösen. Durch die Weiterentwicklung des Unternehmens kann man so mehr verdienen bei einem gleichzeitig geringeren Zeitinvestment.

Die aus dem Unternehmen generierten Gewinne sollten zu einem Teil immer in das Unternehmen reinvestiert werden, um schneller und profitabler wachsen zu können. Zum anderen sollten Gewinne in zusätzliche Investitionsmöglichkeiten fließen, die weitere passive Einkommensströme generieren (z.B. Immobilien). 

Wie findet man das passende Modell?

Welche Form des passiven Einkommens die Richtige ist, richtet sich stark nach den Interessen, Talenten, finanziellen Mitteln und der Ziele. Als passionierter Fotograf bieten sich das Verkaufen von Stockfotos an, als Programmierer die Entwicklung von Apps und mit genügend Kapital über Aktien oder P2P Kredite ein passives Einkommen aufbauen. Bei der Wahl der richtigen Form des passiven Einkommens helfen folgende zwei Fragen:

  1. Was ist die Motivation bzw. was möchte man damit erreichen?
  2. Welche Fähigkeiten, Interesse und Finanzmittel stehen zur Verfügung? 

Amazon FBA und das Verkaufen von Private Label Produkten bietet zudem jedem die Möglichkeit ein eigenes Produkt zu schaffen und profitable zu verkaufen, auch ohne innovative Idee oder hohem Startkapital. Wie genau das funktioniert und warum es der bewährteste Weg ist, sich ein Online Business aufzubauen, wird hier beleuchtet: Amazon FBA erklärt

Jede dieser Möglichkeiten ist mit einem Aufwand verbunden. Aus diesem Grund ist Fokus einer der wichtigsten Punkte, die man beachten sollte. Am besten die ganze Energie zunächst auf ein einziges Projekt lenken, um es mit Liebe zum Detail und Leidenschaft erfolgreich zu machen. 

Möchte man langfristig ein passives Einkommen aufbauen, sollte man sich eine genaue Strategie überlegen. Da es sich bei allen Varianten um Investitionen mit einem gewissen Risiko handelt, sollte man mehrere Möglichkeiten miteinander kombinieren. Egal wie gut eine Einkommensquelle funktioniert, es kann jederzeit zu Entwicklungen kommen, die sich negativ auf den Verdienst auswirken. 

Worauf muss ich achten – Rechtliches, Steuern, Gewerbe

Egal, in welcher Form man eine neue passive Einnahmequelle generiert, gewerbliche Tätigkeiten müssen angemeldet und Gewinne dem Finanzamt gemeldet werden. Um hier auf der sicheren Seite zu sein, sollte man sich bei einem Steuerbüro darüber informieren, wie man sein (Neben-)Einkommen angeben und versteuern muss.

Im Allgemeinen kann gesagt werden, dass egal welche Art des passiven Einkommens man generiert, dieses auch versteuert werden muss, sofern man unter dem Steuerfre nichtibetrag von jährlich ca. 9.000€ liegt.

Das klingt erstmal aufwändig, ist es aber eigentlich nicht. Wie man in wenigen Schritten ein Gewerbe anmeldet und seinen steuerlichen Verantwortungen nachkommen kann, wird in diesem Artikel erklärt: Unternehmen gründen

Fazit – Passives Einkommen aufbauen

Heutzutage bieten sich uns so viele Möglichkeiten wie nie zu vor, sich nebenbei etwas aufzubauen, was langfristig ein passives Einkommen ermöglicht. Egal für welche Möglichkeit man sich entscheidet, sollte man berücksichtigen, dass es immer ein Investment von Zeit oder Geld (in den meisten Fällen sogar beides) benötigt, um aus einer Idee eine neue Einnahmequelle zu generieren. 

Mit dem richtigen Wissen, den aktuellsten Strategien und der Bereitschaft, dir ein konstantes Einkommen aufzubauen, steht dem Erfolg dennoch nichts mehr im Weg.

Beginnen sollte man mit Möglichkeiten, die möglichst viel Kontrolle über den Erfolg versprechen. Als beste Möglichkeit zum Start bietet sich hier Amazon FBA an. Neben der geringen Einstiegshürde, der Kontrolle über das Produkt und der Bekanntheit von Amazon, kann man anhand von Daten und Fakten Produkte entwickeln und so vermarkten, dass sie langfristig ein passives Einkommen generieren. Wie man hierbei genau vorgeht, wird in der Amazon FBA Schritt-für-Schritt-Anleitung genau erklärt.


FAQ – Häufig gestellte Fragen


• Welche passiven Einnahmequellen gibt es?

Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Möglichkeiten, sich ein passives Einkommen aufzubauen. Die bekanntesten Vertreter sind Immobilien, Affiliate Marketing, der Onlinehandel, Aktienhandel, Kreditvergabe, Monetarisierung und Bücher. Mehr dazu hier in diesem Artikel.

• Wie schaffe ich ein passives Einkommen?

Ein passives Einkommen kann man generieren, in dem man zuerst Geld und vor allem Zeit in ein Projekt investiert, welches sich weitestgehend automatisieren lässt. Durch das Outsourcen und Automatisieren von Prozessen kann man so langfristig die Faktoren Zeit und Geld entkoppeln und sich so ein passives Einkommen aufbauen. 

• Wie wird passives Einkommen versteuert?

Passives Einkommen ist genau wie jede andere Form des Einkommens, sofern man nicht unterhalb des Steuerfreibetrages von 9.408€ liegst zu versteuern. Der Steuersatz ist dabei abhängig von der Rechtsform, der Höhe des Einkommens und dem Tätigkeitsfeld. Der Steuersatz schwankt dabei zwischen 14 und 42 Prozent.