Das Robbins Power Prinzip: Befreie die innere Kraft!

Die wichtigsten Learnings aus dem Buch "Das Robbins Power Prinzip" von Tony Robbins. Für wen ist das Buch geeignet und in welchem Bereich hilft es am besten weiter?
Das Robbins Power Prinzip
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Lesezeit 13 Minuten

Das Robbins Power Prinzip ist eines der bekanntesten Bücher im Bereich Persönlichkeitsentwicklung und wurde bereits 1991, erstmals in englischer Sprache veröffentlicht. Auf über 500 Seiten beschreibt der Autor Tony Robbins ausführlich, mit welchen Übungen und Denkanstößen man seinen Verstand neu programmieren kann, um ein glückliches und erfülltes Leben zu führen. 

Dabei geht es nicht unbedingt um finanzielle Aspekte, sondern um eine Verbesserung aller wichtigen Lebensbereiche, wie u.a. Gesundheit und Beziehungen. Vieles beruht dabei auf dem Konzept NLP (Neurolinguistische Programmierung), was für die Umprogrammierung des Gehirns bzw. der eigenen Denkweise steht. 

Nach Tony Robbins ist jeder Mensch in der Lage, seine Gefühle, Gedanken und sein Verhalten so zu kontrollieren bzw. zu verändern, dass man automatisch auf seine Ziele zusteuert und sich nicht von äußeren Umständen ablenken lässt. Der Grundsatz dahinter ist, dass alles, was wir tun, auf Schmerz und Freude beruht. Wir versuchen Schmerzen zu vermeiden und Freude zu erreichen. Wie mächtig diese Erkenntnis ist, wird beim Lesen des Buches deutlich. 

Das Robbins Power Prinzip ist ein Must-Read im Bereich des persönlichen Wachstums und hat Millionen von Menschen dazu gebracht, Dinge zu erreichen, die sie vorher nicht für möglich gehalten haben. 

“If you can't you must, and if you must you can.”

Tony Robbins

In den nächsten Kapiteln werden die 5 mächtigsten Learnings aus Das Robbins Power Prinzip vorgestellt, sodass man anschließend direkt mit der Umsetzung beginnen kann. Trotzdem ersetzt dieser Blogartikel nicht das gesamte Buch mit über 500 Seiten Inhalt. Gerade durch die Länge taucht man richtig in die Inhalte ein und verinnerlicht das Gelernte durch reale Beispiele und Praxisübungen. Es ist also absolut zu empfehlen, das Buch auch selbst zu lesen.

Tipp: Wer die englische Sprache beherrscht, kann das Buch auch in der Originalsprache lesen. Die Inhalte sind immer etwas authentischer und vielleicht sogar verständlicher, wenn sie direkt aus dem Kopf des Autors kommen. 

Für wen ist das Buch geeignet? 

Das Robbins Power Prinzip Zusammenfassung

Eigentlich ist das Buch für jeden Menschen geeignet, weil es umfassend alle Bereiche des Lebens anspricht. Es richtet sich nicht speziell an eine bestimmte Zielgruppe, wie z.B. Unternehmer, sondern an alle, die in einem Lebensbereich Unzufriedenheit verspüren oder mehr aus ihrem Leben machen wollen. 

Das kann eine fehlende Beziehung sein, blockierende Gewohnheiten, die Angst vor Entscheidungen oder eine generelle Unzufriedenheit, deren Grund noch gefunden werden muss. Auch wenn man gerade Probleme im Business hat, ist es meistens so, dass diese Probleme eigentlich Probleme aus dem Privatleben reflektieren. Löst man also seine privaten Herausforderungen, wirkt sich das automatisch auch positiv auf das Business aus.

Im Großen und Ganzen geht es um Veränderungen, und diese betreffen jeden, egal ob Schüler, Fließbandarbeiter, Unternehmer oder Präsident. Tony Robbins war tatsächlich ein Berater des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton. Jeder hat Bereiche, die ihn aktuell von seinen Wünschen und Zielen abhalten und Tony Robbins hilft, diese Blockierungen aufzulösen, und zwar dort, wo sie entstehen: im Gehirn.  

Das Tony Robbins Power Prinzip ist ein absoluter Life-Changer. Es ist kein Buch was man einfach so durchliest. Am besten entfaltet es seine Wirkung wenn man die Übungen darin auch umsetzt. Ich habe insgesamt 3 Monate gebraucht um es durchzuarbeiten und mein Leben hat sich seither um 180 Grad zum Guten gewendet. Mein Tipp: Selber ausprobieren! – Amazon Kunde – 

Das Robbins Power Prinzip – 5 Learnings

Die folgenden Inhalte sind so ausgewählt, dass sie sich ideal für den Einstieg eignen und die wichtigsten Gedanken von Tony Robbins wiedergeben. Der Artikel ist damit kein Ersatz für das Buch oder die entsprechenden Kapitel.

Die besten Ergebnisse lassen sich erzielen, wenn man das Buch nach dem Lesen der folgenden Learnings nochmal von vorne bis hinten durcharbeitet und die verschiedenen Übungen, auch wenn sie vielleicht sinnlos oder banal erscheinen, konsequent durchzieht. Große Veränderungen werden nie von heute auf morgen erzielt, sondern sind die Summe vieler kleiner Entscheidungen und Gewohnheiten. 

1. Gute Entscheidungen treffen 

Alles, was man bisher erreicht hat, bzw. die aktuelle Situation in allen Bereichen, ist das Summe der Entscheidungen, die man in der Vergangenheit getroffen hat. Das bedeutet, es sind nur unsere Entscheidungen, die uns schlussendlich zu unseren Zielen führen. Hier entsteht bereits das Problem: 

Viele sind sich ihrer eigenen Entscheidungskraft gar nicht bewusst oder lassen ihre Entscheidungen von äußeren Umständen beeinflussen. Zu den Umständen gehören auch Ängste, die sich in der heutigen Zeit meist auf äußere Faktoren wie Finanzen oder soziale Anerkennung beziehen. 

Der erste Schritt in Richtung Erfolg ist, seine Entscheidungen zu optimieren, indem man sich ihrer zunächst bewusst wird und dann hinterfragt, was man wirklich will. Hinter dieser Entscheidung muss man dann stehen können und bereit sein diese durchzusetzen, komme was wolle. 

An dieser Stelle kommt die erste NLP-Technik zum Einsatz, denn ein Grund, warum viele Menschen ihre Träume nicht verwirklichen liegt bereits in der Formulierung. Das kann man auch bei sich selbst gut beobachten. Wir wissen, dass wir etwas wollen, wissen, dass es theoretisch möglich ist und sagen uns anschließend etwas wie: Ich würde gerne dieses und jenes erreichen. 

Auch, wenn das Beispiel sehr vereinfacht ist: Wenn man etwas lediglich gerne machen würde, ist das nicht zielführend. Oft ist das Würde sogar noch mit einem Wenn…dann verknüpft. Wenn ich mal viel Geld habe, dann würde ich gerne ortsunabhängig arbeiten und meine Arbeitszeit auf 4 stunden pro Tag reduzieren. Das Gehirn wird auf dieses “Ziel” keine sinnvollen Antworten haben. Allein die Formulierung sagt dem Gehirn: Das ist Fiktion! 

Wenn man dagegen sagt, ich werde einmal viel Geld verdienen und dann meine Arbeitszeit auf 4 Stunden pro Tag reduzieren, weiß das Gehirn, dass dieser Zustand angestrebt wird und zukünftige Entscheidungen danach auszurichten sind. 

To Do’s zur Umsetzung: 

  1. Ab jetzt werden Entscheidungen bewusst getroffen. Wenn ich etwas entscheide, dann tue ich das, weil ich das wirklich will und stehe zu 100 % hinter meine Entscheidung. Das gilt für große und kleine Entscheidungen. 
  2. Von nun an treffe ich keine halben Entscheidungen mehr, sondern formuliere jede Entscheidung mit einem klaren: Ich werde… tun/erreichen. 
  3. Ich treffe jetzt in diesem Moment 2 Entscheidungen, die ich schon länger vor mir hergeschoben habe. Weiter aufschieben ist keine Option mehr.

2. Schlechte Gewohnheiten ersetzen 

Schlechte Gewohnheiten aablegen

Dieser Schritt ist ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg, denn Gewohnheiten sind unglaublich mächtig. Denn man muss nicht weiter über sie nachdenken, da sie tief im Unterbewusstsein verankert sind. Die wenigsten werden z.B. jeden Abend darüber nachdenken, ob und warum sie sich jetzt die Zähne putzen. Sie gehen ins Bad und putzen sich die Zähne, ohne auch nur einen Gedanken an das Zähne putzen zu verschwenden. Als Kind war das anders, da mussten einen die Eltern am Anfang an das Zähne putzen erinnern und von dessen Wichtigkeit überzeugen. 

Gewohnheiten führen also langfristig zu einem bestimmten Ziel, ohne dass man sich überwinden muss oder über die Schritte bis dahin nachdenkt. Wir wissen, wenn man sich jeden Tag die Zähne putzt, muss man nicht zum Zahnarzt und wird auch im Alter gute Zähne haben. Hier kommt zum ersten Mal der Grundgedanke Schmerz und Freude ins Spiel. Durch das Zähneputzen vermeiden wir langfristig Schmerz und schaffen somit mehr Freude. 

Es gibt aber auch schlechte Gewohnheiten, über deren Gefahr sich viele nicht bewusst sind. Das bedeutet nicht, dass sie nicht wissen, wozu die Gewohnheit führt, aber sie blenden das Resultat gekonnt aus. Ein Raucher wird sich wohl kaum bei jeder Zigarette über Lungenkrebs Gedanken machen. 

Woran erkennt man schlechte Gewohnheiten? Bremsende Gewohnheiten sind häufig Dinge, die einem kurzfristige Freude verschaffen, aber langfristig ein eher negatives Resultat verursachen. So eine Gewohnheit muss nicht unbedingt mit Ernährung zusammenhängen, sondern kann auch bedeuten, dass man Abends zu viel Zeit auf Social Media verbringt, viel zu lange schläft oder Netflix schaut, anstatt seine Ziele zu verwirklichen. 

Gewohnheiten multiplizieren sich, dadurch haben sie einen langfristigen Effekt. Das gilt für gute, wie für schlechte Gewohnheiten. Wenn man schlechte Gewohnheiten durch gute ersetzt, also durch Gewohnheiten, die einen den eigenen Zielen näher bringen, wird man langfristig unweigerlich seine Ziele erreichen. Das Beste daran ist, man muss nicht einmal darüber nachdenken, sondern einmal entscheiden, welche Gewohnheiten man etablieren möchte. Das könnte z.B. sein das man jeden Abend seinen nächsten Tag plant, regelmäßig Sport in den Alltag einbaut oder seine Ernährung konsequent umstellt.

Der Grundsatz klingt einfach, trotzdem braucht es gerade am Anfang viel Disziplin. Denn Gewohnheiten sind antrainierte Verhaltensweisen, die man nicht von heute auf morgen verändern kann. Das liegt auch daran, dass zum aktuellen Zeitpunkt, schlechte Gewohnheiten mit Freude, und gute Gewohnheiten mit Schmerz bzw. Arbeit verbunden werden. Mithilfe von folgender Technik kann man diese Verteilung ändern und gute Gewohnheiten mit Freude verbinden, während schlechte Gewohnheiten Schmerz verursachen. 

Der Trick ist, schlechte Gewohnheiten während man sie ausführt, mit Schmerz zu verknüpfen. Man könnte z.B. immer, wenn man Süßigkeiten isst, schlechte Musik anmachen. So lernt das Gehirn automatisch, dass Süßigkeiten mit einem negativen Gefühl verbunden sind und man verliert über die Zeit ganz von alleine die Lust daran. 

Wenn man einer bisherigen Gewohnheit nicht mehr nachgeht, entsteht immer eine Lücke im Tagesablauf. Der nächste Schritt ist, diese Lücke mit einer guten Gewohnheit zu füllen und mit Freude zu verknüpfen. Dabei ist wichtig, dass man das Warum der neuen Gewohnheit kennt, um nicht so leicht rückfällig zu werden. 

To Do’s zur Umsetzung: 

  1. Liste mit Gewohnheiten erstellen, die ich mir an- und abgewöhnen will.
  2. Ich überlege mir, mit welcher Gewohnheit ich anfange und wie ich diese mit Schmerz verknüpfen kann. Dann suche ich eine gute Gewohnheit aus, um die schlechte Gewohnheit damit langfristig zu ersetzen. 

3. Transformatorischer Wortschatz

Den meisten Menschen geht es so, dass negativen Gefühlen und Emotionen deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, als den positiven. Oft reicht eine kritische Meinung oder ein negativer Kommentar und wir beginnen sofort zu hinterfragen, ob das, was wir tun, gut ist. Wenn man z.B. ein Video auf YouTube hochlädt und von 10 Kommentaren ein einziges negativ ist, wird diesem Kommentar mehr Aufmerksamkeit geschenkt, als den anderen 9 zusammen. 

Raus aus dem Hamsterrad

Dieses Bild zeichnet sich auch in der Sprache ab. Im Englischen gibt es doppelt so viele Begriffe für negative Emotionen, als für positive. Wir messen negativen Dingen also deutlich mehr Bedeutung bei und haben dafür auch noch einen viel größeren Wortschatz zur Verfügung. 

Man kann sich selbst einmal fragen, welche Sätze bzw. Emotionen einem über den Tag verteilt häufiger begegnen: 

  • Das freut mich / Das macht mich glücklich / Dafür bin ich gerade dankbar / Ich bin zufrieden / Ich genieße das gerade / Das Leben ist schön 
  • Das nervt mich / Wieso immer ich / Das schaff ich nicht / Ich bin gestresst / Das ist langweilig / Ich bin wütend / Ich halt das nicht mehr aus

Wenn man will, kann man wahrscheinlich in jeder Situation irgendetwas finden, worüber man sich aufregen könnte. Wenn man sich dann darüber mit den verschiedensten Begriffen darüber aufregt, wird automatisch eine negative Emotion erzeugt. Nicht selten gerät man anschließend in eine Abwärtsspirale und hat den ganzen Tag schlechte Laune. 

Das lässt sich vermeiden, indem man sein Vokabular verändert und negative Ereignisse mit schwachen Wörtern, und positive Ereignisse mit starken Begriffen verbindet. Im Alltag ist es nämlich genau umgekehrt. So schenkt man positiven Situationen viel mehr Kraft, während man negative Ereignisse abschwächt. 

Aber wie sehen starke und schwache Formulierungen aus? Wenn man z.B. nach einem harten Arbeitstag im Stau steht, verwendet man vermutlich sehr starke Ausdrucksweisen, die die Situation schlimmer erscheinen lassen, als sie in Wirklichkeit eigentlich ist. Was für eine Sch***! Wieso immer ich? Das ist alles nicht gerecht! Eine schwache Ausdrucksweise wäre: Ärgerlich, ich steh im Stau, aber das kann ich nun auch nicht mehr ändern. Ich kann die Zeit nutzen, um einen Podcast zu hören. Welche Ausdrucksweise erzeugt beim Lesen die besseren Gefühle? 

Genauso, nur umgekehrt, macht man es mit positiven Ereignissen. Wenn die Sonne scheint, wird man sicherlich nicht so lange über das Wetter nachdenken, wie wenn es regnet. Meistens bleibt es bei einem: Super, die Sonne scheint, also einer schwachen Formulierung. Eine starke Formulierung wäre: Was für ein schöner Tag! Ich bin dankbar dafür, dass Ich mich in der glücklichen Lage befinde, heute in voller Gesundheit in die Sonne zu gehen! 

Für besonders ärgerliche Situationen gibt es zusätzlich einen kleinen Trick. Anstatt lediglich schwächere Begriffe zu verwenden, kann man eher lustige Formulierungen oder Wörter mit einbauen. Verflixt und zugenäht, wieso schon wieder Stau? Bei diesem Stau wird ja der Hund in der Pfanne verrückt usw. So kann man das Gehirn austricksen und negative Emotionen schlagartig in positive verwandeln. 

To Do’s zur Umsetzung: 

  1. Ich nehme mir vor, bei jeder negativen Emotion, bewusst eine schwächere Ausdrucksweise einzusetzen. Positiven Gedanken gebe ich mehr Kraft.
  2. Ich schreibe mir drei lustige Ausdrücke oder Sätze auf, die ich jederzeit einsetzen kann, wenn ich mich in einer Situation besonders ärgere. 
  3. Ich erstelle eine Liste mit starken positiven Begriffen und setze diese in positiven Situationen ein, auch wenn es sich um Kleinigkeiten handelt.

4. Werte, Regeln und Prinzipien entwickeln 

Viele Menschen haben keine festen Werte, Handlungsregeln oder Prinzipien, was dazu führt, dass sie eher vom Leben kontrolliert werden, anstatt es selbst zu kontrollieren. Man fühlt sich den Ereignissen machtlos ausgesetzt und hofft auf eine Besserung. Erfüllt hingegen sind die Menschen, die ihrem Leben eine klare Richtung gegeben haben und ihre Ziele nach eigenen Werten und Regeln definieren. 

Warum ist es so wichtig, seine inneren Werte zu kennen? Im Leben stehen immer große Entscheidungen an, welche die Zukunft in eine völlig neue Richtung lenken. Die Optionen sind dabei nie gleichwertig. Es gibt immer eine Auswahl, die einen glücklicher macht als die anderen. Wer seine inneren Werte kennt, muss nicht lange über große Entscheidungen nachdenken, weil er weiß, dass wenn er seinen Werten folgt, die richtige Wahl getroffen wird. 

Angenommen man bekommt ein sehr gut bezahlten Job auf einem anderen Kontinent, müsste dafür aber seine Familie in Deutschland zurücklassen. Wie entscheidet man? 

Wenn man sich über seine Werte nicht im Klaren ist, wird man nur schwer Erfolg haben. Denn wenn Ziele und Werte nicht übereinstimmen, macht einen das Ziel am Ende auch nicht glücklich. Man fühlt sich langfristig unerfüllt und weiß überhaupt nicht warum. Seine eigenen Werte herauszufinden ist gar nicht so schwer. Folgende Fragen können einen dabei unterstützen: 

  • Welche Eigenschaften schätzen andere an mir?
  • Was ärgert mich bei anderen Menschen?
  • Welche Eigenschaften schätze ich an anderen? 
  • Was macht mich manchmal wütend?

Wenn man eine Liste mit Werten erstellt hat, die einem wichtig sind, kann man bewusst Werte ergänzen, von denen man weiß, dass sie gut sind. Das könnte z.B. ein Wert sein wie, ich setze langfristige Ergebnisse immer vor kurzfristige Belohnungen oder Ich begegne jedem Menschen mit Offenheit und werde keine Vorurteile bilden. 

Werte und Handlungsregeln sind extrem wichtig und können das Leben sehr ins Positive verändern. Besonders bei klaren Handlungsregeln kann man sehr kreativ werden und dadurch immer weiter lernen und wachsen. Wie wäre es z.B. mit Handlungsregeln wie: Ich muss mindestens einmal am Tag ein Kompliment verteilen oder immer wenn ich die Möglichkeit habe, etwas Neues auszuprobieren, werde ich diese Chance ergreifen! 

Handlungsregeln können direkt an die Werte angepasst werden. So schafft man es, jeden Tag nach seinen Werten zu leben, was einem automatisch mehr Erfüllung bringt. Wenn der eigene Wert z.B. Freundlichkeit ist, könnte die Handlungsregel lauten: Ich lächel jeden Tag mindestens 5 Menschen an.

To Do’s zur Umsetzung: 

  1. Ich überlege mir, nach welchen Werte ich lebe und langfristig leben möchte. Diese Werte schreib ich mir auf und verwahre diese Liste.
  2. Ich überlege mir, ob meine aktuellen Ziele und die derzeitige Lebenssituation auch mit diesen Zielen übereinstimmt oder nicht.
  3. Ich definiere Handlungsregeln, die mich in meinen (neuen) Zielen weiterbringen und auch meinen Werten entsprechen. 

4. Die richtigen Fragen stellen 

Die meisten unserer Gedanken sind Fragen, die wir uns anschließend selbst beantworten. Wie eine Antwort aussieht, hängt dabei immer von der Frage ab. Somit sind all unsere Entscheidungen, Emotionen und Gefühle das Resultat von einer Antwort auf eine Frage, die wir uns selbst gestellt haben. 

Wenn die Antwort von der Frage abhängt, bedeutet das, dass wir unsere Gedanken kontrollieren können, indem wir uns die richtigen Fragen stellen. Diese Methode hat einen unglaublichen Einfluss darauf, wie wir uns fühlen und wie stark wir im Leben vorankommen. 

Besonders negative Situationen sind von schlechten Fragestellungen geprägt, auf die das Gehirn keine, oder eine sehr unsachliche Antwort liefern kann. So eine typische Frage wäre z.B. Warum passiert mir das immer? Auf so eine Frage kann das Gehirn ja gar nicht sachlich antworten, weil es keine sachliche Antwort gibt. Es wird also entweder gar nichts kommen oder man erhält antworten wie: weil ich es verdient habe oder weil die ganze Welt gegen mich ist. 

Schlechte Fragen ergeben also schlechte Antworten, die einen nicht weiterbringen. Wer allerdings bewusst positive bzw. konstruktive Fragen stellt, erhält früher oder später automatisch eine passende Antwort. Wenn man sich in einer negativen Situation befindet oder vor einem schwierigen Problem steht, kann man mit den richtigen Fragen deutlich schneller vorankommen und setzt sich keinen negativen Emotionen aus. Was sind qualifizierte Fragen? 

  • Kann ich diese Situation im Moment ändern? 
  • Welche Vorteile kann ich aus diesem Problem ziehen? 
  • Was kann ich tun, um diese Situation zu ändern? 
  • Was kann ich tun, um diese Situation zu vermeiden? 
  • Was genau lerne ich aus diesem Problem? 

Bewusste Fragen sollen aber nicht nur bei Problemen oder Hürden eingesetzt werden, sondern auch, um das Gehirn allgemein auf positives Denken zu programmieren. Es gibt einige Fragen, auf die es ausschließlich positive Antworten gibt. Da es sich bei positiven Antworten um positive Gedanken handelt, haben diese einen direkten Einfluss auf die eigene Gefühlslage und erschaffen positive Emotionen. Am besten funktioniert es, wenn man sich morgens, über den Tag verteilt und abends bestimmte Fragen stellt: 

Morgens: Worauf freue ich mich heute? Warum wird heute ein schöner Tag? 

Tagsüber: Wofür bin ich gerade dankbar? Was ist gerade im Moment schön?

Abends: Was konnte ich heute lernen? Was waren die drei besten Erlebnisse?

Qualifizierte Fragen liefern qualifizierte Antworten. Wer sich dessen bewusst ist, kann alleine durch die Kraft seiner Gedanken ein glückliches und erfolgreiches Leben führen, weil er auf jedes Problem die passende Antwort bekommt und negative Gedanken gezielt ausblenden kann. 

To Do’s zur Umsetzung: 

  1. Ich erstelle eine Liste mit Gedanken, die mich täglich aufhalten und überlege mir, mit welchen positiven Fragen ich diese ersetzen kann. 
  2. Ich beginne und beende den Tag mit positiven Fragen. Wenn am Tag negative Gedanken aufkommen, stelle ich mir sofort qualifizierte Fragen wie: Was ist gut an dieser Situation oder wofür bin ich gerade dankbar?

Über den Autor – Tony Robbins

Tony Robbins Bücher

Anthony Robbins wurde 1960 in Kalifornien geboren und hatte laut eigenen Aussagen eine chaotische Kindheit. Bereits mit 17 Jahren war Tony Robbins im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung unterwegs, indem er Seminare vom damalig erfolgreichen Speaker Jim Rohn promotet hat. 

Später in den 80ern hat Tony Robbins mit dem NLP-Gründer John Grinder zusammengearbeitet und angefangen, eigene Seminare und Kurse anzubieten. Sein Audioprogramm Personal Power erschien 1988 und wurde innerhalb von 5 Jahren über 25 Millionen mal verkauft.

Im Laufe seiner Karriere hat Tony Robbins drei internationale Bestseller geschrieben und Berühmtheiten wie Bill Clinton, Hugh Jackman oder Pitbull gecoacht. Mittlerweile gehört er zu den 20 einflussreichsten Personen in den USA und hat das Leben von mehreren Millionen Menschen verändert. 

Tony Robbins Bücher – Weitere Publikationen

  • Money: Master the Game
  • Grenzenlose Energie
  • Unshakeable: Your Financial Freedom

Fazit – Das Robbins Power Prinzip

Das Robbins Power Prinzip ist ein interaktives Buch, welches einem dabei hilft, die volle Kontrolle über sein eigenes Leben zu gewinnen. Dabei geht es vor allem um die Macht von Gedanken, die den Ursprung für jeden Erfolg und jede Entscheidung bilden. 

Tony Robbins erklärt Stück für Stück, wie man es schafft, jeden Bereich in seinem Leben zu meistern. Dabei gibt er aber z.B. keine konkreten Ernährungs- oder Beziehungstipps, sondern hat für jeden Schritt Übungen erarbeitet, mit denen der Leser selbst darauf kommt, wie er sein Leben in den notwendigen Bereichen verbessern kann. 

Das Buch spricht keine exakte Zielgruppe an, richtet sich aber an alle Menschen, die ein erfülltes und glückliches Leben führen möchten, aber vielleicht nicht wissen, wie sie das am besten anstellen. Auch, wenn viele Themen bearbeitet werden und das Buch mit insgesamt 544 Seiten recht dick ist, empfiehlt es sich, es einmal von vorne bis hinten durchzuarbeiten. Die verschiedenen Übungen lassen sich in den meisten Fällen nicht nur auf einen, sondern die meisten Lebensbereiche anwenden, sodass man von jedem Kapitel profitiert.

Ein Augenöffner, ein Garant für Erfolg, wenn man die vielen Tipps auch umsetzt. Die Sinnhaftigkeit von Wiederholung: Beim wiederholten Lesen entdeckt man immer wieder Details, denen man nicht so große Beachtung geschenkt hat oder es hilft, Wissen zu manifestieren. Das Buch motiviert ungemein zu neuen Taten und ist ein Lebensverbesserer. Ich finde nicht die passenden Worte, weil ich wirklich überwältigt bin.“

Lesererfahrung

FAQ – Häufig gestellte Fragen


• Ist das Buch „Das Robbins Power Prinzip“ lesenswert?

Das Robbins Power Prinzip ist ein umfangreiches Buch zum Thema Persönlichkeitsentwicklung und allen positiven Veränderung, die damit einhergehen. Es eignet sich für alle, die langfristig ein glückliches und erfülltes Leben führen möchten und dabei alle Ziele erreichen, ohne sich von Problemen und negativen Erfahrungen aus der Bahn werfen zu lassen.

• Wer hat das Robbins Power Prinzip geschrieben?

Der Autor von Das Robbins Power Prinzip heißt Anthony Robbins und ist einer der erfolgreichsten Speaker und Motivationstrainer der Welt. Neben seiner Tätigkeit als Berater für Größen wie z.B. Bill Clinton, hält er Seminare und schreibt Bücher zum Thema Persönlichkeitsentwicklung. Sein Programm Personal Power wurde innerhalb von 5 Jahren mehr als 25 Millionen mal verkauft und zählt damit zu den meistverkauften Audioprogrammen weltweit.

• Was sind ähnliche Bücher wie „Das Robbins Power Prinzip“?

Im Bereich Persönlichkeitsentwicklung gibt es viele ähnliche Bücher, wovon einige auch auf die Inhalte von Tony Robbins zurückgreifen. Empfehlenswerte Bücher zum Thema Persönlichkeitsentwicklung sind u.a. Die Gesetze der Gewinner, Denke nach und werde Reich oder Der reichste Mann von Babylon.